Studie zum Gehirngewebe bestätigt, dass Aducanumab Amyloid-Plaques entfernt, aber Tau-Verwicklungen nicht beeinflusst
Sechs Patienten, die Aducanumab erhielten und später starben, wiesen deutlich weniger Amyloid-Plaques in ihren Gehirnen auf, während Tau-Verwicklungen – das andere Kennzeichen der Alzheimer-Krankheit – unverändert blieben und die Plaques nach Behandlungsende allmählich zurückkehrten.
Was wurde untersucht
Forscher untersuchten Gehirngewebe von sechs Patienten, die Aducanumab in klinischen Studien erhielten und später starben (7 Wochen bis 5 Jahre nach der letzten Dosis). Sie verglichen diese Gehirne mit neun unbehandelten Alzheimer-Patienten, die nach Alter und Krankheitsstadium abgestimmt waren.
Was wurde gefunden
Aducanumab reduzierte dramatisch die Amyloid-Plaques und bestätigte damit bildgebende Studien. Tau in der Nähe der Plaques nahm ab, aber Tau-Verwicklungen innerhalb der Neuronen – das andere Hauptmerkmal der Alzheimer-Krankheit – blieben unverändert. Wichtig ist, dass die Plaques nach Behandlungsende allmählich zurückkehrten, wobei im Laufe der Zeit mehr auftauchten.
Was das bedeutet
Dies liefert direkte Gewebe-Evidenz dafür, dass Aducanumab die Amyloid-Plaques wie vorgesehen entfernt. Unveränderte Tau-Verwicklungen und die allmähliche Rückkehr der Plaques werfen jedoch Fragen zur langfristigen Wirksamkeit auf und ob das alleinige Entfernen von Amyloid den kognitiven Rückgang verlangsamt.
Wichtige Einschränkungen
Diese Studie untersuchte nur sechs behandelte Patienten, die zufällig während oder nach den Studien starben, was die allgemeinen Schlussfolgerungen einschränkt. Die Zeit zwischen der letzten Behandlung und dem Tod variierte stark (7 Wochen bis 5 Jahre).