Blutmarker sagen Demenz bei Menschen mit leichten Gedächtnisverlusten voraus
Chinesische Forscher haben Beweise zu neun wichtigen Biomarkern im Blut und im Rückenmarkwasser überprüft, die vorhersagen können, welche Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung an Alzheimer-Demenz fortschreiten werden.
Was die Überprüfung abdeckt
Forscher der Zhejiang-Universität in China haben den aktuellen Stand der Werkzeuge untersucht, die verwendet werden, um vorherzusagen, ob jemand mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) eine vollständige Demenz entwickeln wird. Sie betrachteten klinische Anzeichen, Fragebögen und Biomarker im Blut und im Rückenmarkwasser.
Die vielversprechendsten Marker
Marker im Rückenmarkwasser – einschließlich Amyloid-β-Protein (Aβ) 42, phosphoryliertes Tau-Protein (P-tau) 181 und Gesamt-Tau – sind sehr genau in der Vorhersage des Fortschreitens. Blutuntersuchungen auf P-tau217, neurofilamentäre Leichtkette und gliales fibrilläres saurer Protein (GFAP) sind einfacher zu entnehmen und zeigen einen guten prädiktiven Wert, insbesondere in Kombination mit den Ergebnissen aus dem Rückenmarkwasser.
Was es für Patienten bedeutet
Diese Marker könnten Ärzten helfen, zu identifizieren, welche MCI-Patienten das höchste Risiko haben, an Alzheimer zu erkranken, was eine frühere und gezieltere Behandlung ermöglicht. Blutuntersuchungen sind weniger invasiv als Lumbalpunktionen und könnten zu routinemäßigen Screening-Tools in neurologischen Kliniken werden.
Was noch ungewiss ist
Die Überprüfung weist darauf hin, dass kognitive Tests durch das Bildungsniveau und den kulturellen Hintergrund einer Person beeinflusst werden können. Die meisten dieser Biomarker-Tests sind außerhalb von Forschungseinrichtungen noch nicht weit verbreitet, und die Überprüfung gibt nicht an, inwieweit sie die klinische Beurteilung allein verbessern.