QUERSCHNITTS-DIAGNOSTISCHE STUDIE
Querschnittsstudie

Gehtests und Blutmarker identifizieren Alzheimer-typischen Gedächtnisverlust

Eine Studie mit 168 Personen ergab, dass die Kombination einfacher Gehtests mit Blutmarkern Alzheimer-assoziierte Gedächtnisprobleme mit einer Genauigkeit von bis zu 98 % identifizieren kann, was hilft, sie von anderen Ursachen kognitiver Beeinträchtigungen zu unterscheiden.

Was wurde untersucht

Forscher testeten 168 Personen — 50 mit Gedächtnisproblemen, aber negativen Amyloid-Scans, 51 mit Gedächtnisproblemen und positiven Amyloid-Scans sowie 61 kognitiv gesunden Individuen. Die Teilnehmer führten Gehtests durch, während sie gleichzeitig mentale Aufgaben (rückwärts zählen, Tiere benennen) erledigten, und gaben Blutproben für Alzheimer-Marker, einschließlich p-tau217 und GFAP.

Was wurde gefunden

Die Gehtests mit doppelter Aufgabe konnten allein Alzheimer-assoziierten Gedächtnisverlust von normalem Altern mit 85 % Genauigkeit unterscheiden. In Kombination mit dem Blutmarker p-tau217 stieg die Genauigkeit auf 98,6 % zur Identifizierung von Alzheimer-typischen Gedächtnisproblemen. Die Kombination erreichte ebenfalls 98,6 % Genauigkeit bei der Trennung von Alzheimer-assoziiertem Gedächtnisverlust von anderen Ursachen kognitiver Beeinträchtigung.

Was es bedeutet

Diese Studie legt nahe, dass einfache, nicht-invasive Tests — zu beobachten, wie jemand geht, während er denkt, plus eine Blutentnahme — letztendlich Ärzten helfen könnten, Alzheimer-assoziierte Gedächtnisprobleme früher und genauer zu identifizieren. Derzeit erfordert eine definitive Diagnose oft teure PET-Scans oder Lumbalpunktionen. Diese kombinierten Maßnahmen sind noch Forschungswerkzeuge und derzeit nicht in der routinemäßigen klinischen Praxis verfügbar.

Wichtige Vorbehalte

Dies war eine Momentaufnahme-Studie zu einem Zeitpunkt, keine Follow-up-Studie, die beweist, dass diese Tests vorhersagen, wer Demenz entwickeln wird. Die Geh-Analyse erfordert spezialisierte Bewegungsaufnahmegeräte, die in den meisten Kliniken nicht verfügbar sind. Die Studie sagt auch nichts darüber aus, ob diese Tests in verschiedenen Bevölkerungsgruppen oder in realen klinischen Umgebungen funktionieren.

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