KOHORTENSTUDIE — RISIKOVORHERSAGE
Kohortenstudie

Kombinierte Gehirn- und Gefäßmarker sagen das Demenzrisiko bei leichter kognitiver Beeinträchtigung voraus

Eine dreijährige Studie mit 300 Personen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung ergab, dass die Kombination von Amyloid-Scans, Gehirnvolumen und Gesundheit der Halsschlagader die Vorhersage, wer an Demenz erkranken würde, verbesserte.

Was wurde untersucht?

Forscher verfolgten 300 Personen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung über 37 Monate, um herauszufinden, welche Kombination von Tests am besten vorhersagte, wer an Demenz erkranken würde. Sie maßen Amyloidplaques im Gehirn, das Gehirnvolumen mittels MRT, Blockaden der Halsschlagader, kognitive Werte und genetische Risikofaktoren.

Was wurde gefunden?

Unter den 189 Teilnehmern mit Amyloidansammlungen entwickelten 30,7 % eine Alzheimer-Demenz. Im Gegensatz dazu entwickelten nur 9 % der 111 amyloid-negativen Teilnehmer eine nicht-Alzheimer-Demenz. Das beste prädiktive Modell kombinierte fünf Faktoren – Amyloidbelastung, Größe des Hippocampus, Anzahl der Halsschlagaderplaques, Ergebnisse der kognitiven Tests und APOE ε4-Genstatus – und erreichte eine Genauigkeit von 90 % bei der Identifizierung derjenigen, die sich verschlechtern würden.

Was bedeutet das?

Diese Studie legt nahe, dass die Betrachtung der Gesundheit der Blutgefäße neben traditionellen Alzheimer-Markern helfen könnte, diejenigen Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung zu identifizieren, die das höchste Risiko für Demenz haben. Die Erkenntnis, dass Erkrankungen der Halsschlagader unabhängig von der Progression vorhersagen – selbst bei einigen Personen ohne Amyloid – unterstützt die wachsenden Beweise, dass die Gefäßgesundheit für die Gehirngesundheit und das Demenzrisiko von Bedeutung ist.

Einschränkung

Dies war eine retrospektive Analyse aus einem einzigen Zentrum, daher muss das Modell in größeren, vielfältigeren Populationen validiert werden, bevor es in der klinischen Praxis eingesetzt werden kann.

Zum Anfordern anmelden

Verwandte Studien

Noch keine verwandten Studien gefunden — die Datenbasis wächst täglich.