Kongenitale Herzkrankheiten können den Beginn von Alzheimer bei Menschen mit Down-Syndrom beschleunigen
Eine Studie mit 164 Erwachsenen mit Down-Syndrom ergab, dass Personen mit Herzfehlern etwa fünf Jahre früher Anzeichen von Alzheimer-assoziierten Gehirnveränderungen zeigten als Personen ohne Herzprobleme.
Was wurde untersucht?
Forscher verglichen 82 Erwachsene mit Down-Syndrom, die an kongenitalen Herzkrankheiten leiden, mit 82 passenden Erwachsenen mit Down-Syndrom, aber ohne Herzkrankheit. Sie verwendeten Gehirnscans und kognitive Tests, um frühe Anzeichen von Alzheimer zu verfolgen, die über 90 % der Menschen mit Down-Syndrom im Alter betreffen.
Was wurde gefunden?
Personen mit Herzfehlern hatten höhere Werte des Amyloid-Beta-Proteins in ihren Gehirnen (39,8 gegenüber 29,8 auf der Centiloid-Skala, p = 0,036). Sie wurden voraussichtlich mit 37,6 Jahren die Schwelle für Amyloid-Positivität erreichen, verglichen mit 42,1 Jahren für diejenigen ohne Herzfehler – ein Unterschied von etwa 4,5 Jahren. Sie schnitten auch bei visuospatialen Aufgaben etwas schlechter ab.
Was bedeutet das?
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Herzkrankheiten die Alzheimer-assoziierten Gehirnveränderungen bei Menschen mit Down-Syndrom beschleunigen können, obwohl die klinische Bedeutung noch unklar ist. Weitere Forschung ist erforderlich, um zu verstehen, ob eine frühzeitige Behandlung von Herzkrankheiten den kognitiven Rückgang verzögern könnte.
Einschränkung
Die Teilnehmer waren relativ jung (Durchschnittsalter 40), sodass die Studie nicht bestimmen konnte, ob sich die Gehirnveränderungen später in früheren Demenzsymptomen niederschlagen werden.