Hirnscans unterscheiden, welche Krankheit ähnliche Symptome von Bewegungsstörungen verursacht
Forscher verwendeten drei Arten von Hirnscans bei 113 Patienten, um fünf unterschiedliche Stoffwechselmuster zu identifizieren, die aufzeigen, ob Alzheimer, corticobasale Degeneration oder andere Krankheiten dem corticobasalen Syndrom zugrunde liegen.
Die diagnostische Herausforderung
Das corticobasale Syndrom (CBS) ist eine Bewegungsstörung, die bei verschiedenen Patienten identisch aussehen kann, tatsächlich jedoch aus völlig unterschiedlichen zugrunde liegenden Hirnerkrankungen resultiert – einschließlich Alzheimerkrankheit, corticobasaler Degeneration oder progressiver supranukleärer Lähmung. Zu wissen, welche Krankheit tatsächlich vorliegt, ist entscheidend für Prognose und Behandlungsentscheidungen.
Was untersucht wurde
Forscher in Shanghai untersuchten 113 aufeinanderfolgende Patienten mit CBS unter Verwendung von drei Arten von Hirnscans: FDG-PET zur Messung des Glukosestoffwechsels, Amyloid-Scans zur Erkennung von Alzheimer-Plaques und Tau-Scans zur Kartierung von Proteinverwicklungen. Sie wollten herausfinden, ob Stoffwechselmuster vorhersagen können, welche zugrunde liegende Krankheit jeder Patient hatte.
Was gefunden wurde
Die FDG-PET-Scans identifizierten fünf unterschiedliche Stoffwechselmuster. Das Alzheimer-Muster war zu 98,5 % spezifisch für Amyloid-Plaques und hochgradig prädiktiv für die kombinierte Alzheimer-Pathologie (Amyloid plus Tau). Die Scans zeigten auch eine Spezifität von 96,2 % für das PSP-Tau-Profil und eine Sensitivität von 97,7 % für das CBD-Tau-Profil.
Was das bedeutet
Diese Forschung legt nahe, dass ein relativ einfacher Glukosestoffwechsel-Scan Ärzten helfen könnte, zu identifizieren, welche Krankheit tatsächlich die CBS-Symptome eines Patienten verursacht, ohne invasivere Tests durchführen zu müssen. Eine genauere Diagnose könnte letztendlich zu gezielteren Behandlungen führen, obwohl dies vorerst ein Forschungsinstrument und nicht die Standardpraxis in der Klinik bleibt.