Angst und Schlafprobleme mit höherem Demenzrisiko verbunden
Eine 10-jährige Studie mit fast 2 Millionen Erwachsenen ergab, dass Angststörungen das Demenzrisiko um 49 % erhöhten, während Schlaflosigkeit es um 12 % erhöhte, was darauf hindeutet, dass beide Zustände veränderbare Risikofaktoren sein könnten.
Was wurde untersucht
Forscher verfolgten 1,8 Millionen Erwachsene im Alter von 50 Jahren und älter über 10 Jahre, um zu sehen, ob Angststörungen und Schlaflosigkeit das Risiko für Alzheimer und verwandte Demenzen erhöhten.
Was wurde gefunden
Angststörungen erhöhten das Demenzrisiko um 49 %, Schlaflosigkeit allein um 12 % und beide Zustände zusammen um 31 %. Während der Nachbeobachtung entwickelten 2,3 % der Teilnehmer Demenz.
Was es bedeutet
Sowohl Angst- als auch Schlafprobleme sind behandelbare Zustände. Während diese Studie nicht beweisen kann, dass sie Demenz verursachen, könnte die Behandlung dieser Zustände helfen, das Risiko zu senken. Die starke Verbindung zur Angst verdient Aufmerksamkeit von Ärzten und Pflegekräften.
Wichtige Vorbehalte
Diese Beobachtungsstudie kann keine Ursache-Wirkung-Beziehung beweisen. Die Forscher konnten nicht feststellen, ob die Behandlung von Angst oder Schlaflosigkeit Demenz verhindert. Kontrollierte Studien wären erforderlich, um zu testen, ob die Behandlung das Risiko tatsächlich senkt.