Depression und Angst erhöhen das Risiko eines Gedächtnisverlusts bei älteren Erwachsenen um das Achtfache
Eine chinesische Studie mit über 20.000 älteren Erwachsenen ergab, dass Symptome von Angst und Depression das Risiko eines subjektiven Gedächtnisverlusts um mehr als das Achtfache erhöhten, während tägliche Bewegung das Risiko um fast 30 Prozent senkte.
Was wurde untersucht
Forscher in China verglichen 10.471 Erwachsene im Alter von 65 Jahren und älter, die sich um ihr Gedächtnis sorgten, mit einer gleich großen Gruppe, die dies nicht taten. Sie betrachteten Lebensstilfaktoren, chronische Erkrankungen und psychische Symptome, um herauszufinden, was die Personen mit frühen Gedächtnisproblemen von denen unterschied, die dies nicht hatten.
Was wurde gefunden
Angstsymptome erhöhten das Risiko von Gedächtnisproblemen um mehr als das Achtfache (8,5-mal), und Depressionssymptome erhöhten es ähnlich (8,1-mal). Diabetes erhöhte das Risiko um 12 Prozent, während tägliche Bewegung es um 29 Prozent senkte. Früheres Rauchen und gelegentlicher Alkoholgebrauch zeigten ebenfalls kleine Erhöhungen des Risikos.
Was es bedeutet
Diese Studie legt nahe, dass psychische Symptome – insbesondere Angst und Depression – viel stärker mit frühen Gedächtnisproblemen verbunden sind als körperliche Gesundheitszustände. Die Ergebnisse unterstützen die Idee, dass die Behandlung von Stimmungssymptomen und die Förderung regelmäßiger Bewegung dazu beitragen können, das kognitive Vertrauen bei älteren Erwachsenen zu erhalten, obwohl diese Studie keinen kausalen Zusammenhang beweisen kann.
Einschränkungen
Dies war eine Fall-Kontroll-Studie, die in einer chinesischen Stadt durchgeführt wurde, sodass die Ergebnisse möglicherweise nicht auf andere Populationen zutreffen. Die Studie basierte auf selbstberichteten Gedächtnisproblemen anstelle objektiver kognitiver Tests und kann nicht bestimmen, ob Angst Gedächtnisprobleme verursacht oder umgekehrt.