Diabetesmedikament zeigt Gehirnschutz im Rattenmodell der Alzheimer-Krankheit
Bei Ratten, die ein Gehirntoxin erhielten, um den Schaden bei Alzheimer nachzuahmen, reduzierte das Diabetesmedikament Pioglitazon den neuronalen Tod und verbesserte das Gedächtnis über 3 Wochen Behandlung.
Was wurde untersucht
Forscher gaben Ratten eine chemische Substanz namens Trimethyltin, die das Hippocampus (das Gedächtniszentrums des Gehirns) in einem Muster schädigt, das der Alzheimer-Krankheit ähnelt. Anschließend behandelten sie die Ratten mit Pioglitazon, einem bereits für den menschlichen Gebrauch zugelassenen Diabetesmedikament, um zu sehen, ob es Gehirnzellen schützen könnte.
Was wurde gefunden
Über 3 Wochen zeigten die mit Pioglitazon behandelten Ratten eine bessere Leistung bei Gedächtnistests und hatten weniger neuronalen Tod im Hippocampus im Vergleich zu unbehandelten Ratten. Das Medikament reduzierte mehrere Arten von Zellschäden, einschließlich Entzündungen, oxidativem Stress und einem zerstörerischen Prozess namens Pyroptose.
Warum das noch früh ist
Diese Studie wurde an Ratten und nicht an Menschen durchgeführt. Die Gehirne von Nagetieren unterscheiden sich erheblich von menschlichen Gehirnen, und viele Behandlungen, die in Tiermodellen funktionieren, scheitern in klinischen Studien. Diese Ergebnisse deuten auf eine Richtung für zukünftige Forschungen hin, bedeuten jedoch nicht, dass Pioglitazon nachgewiesenermaßen Menschen mit Alzheimer hilft.
Kontext
Pioglitazon wird bereits zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt. Frühere Forschungen haben angedeutet, dass es möglicherweise gehirnschützende Wirkungen hat, und einige Beobachtungsstudien haben niedrigere Alzheimer-Raten bei Diabetikern gezeigt, die dieses Medikament einnehmen. Strenge klinische Studien sind jedoch erforderlich, um einen Nutzen für Menschen mit oder mit Risiko für Alzheimer zu bestätigen.