KOHORTENSTUDIE
Kohortenstudie
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Lecanemab zeigt handhabbare Nebenwirkungen bei 407 chinesischen Alzheimer-Patienten

Eine realweltliche Studie mit 407 chinesischen Patienten ergab, dass Lecanemab in 12 % der Fälle Veränderungen in der Gehirnbildgebung verursachte, aber schwerwiegende Komplikationen selten waren und die meisten Menschen die Behandlung gut vertrugen.

Was wurde untersucht

Forscher verfolgten 407 Patienten mit frühem Alzheimer über sieben Krankenhäuser in China, die Lecanemab erhielten, ein neu zugelassenes Antikörpermedikament, das auf Amyloidplaques im Gehirn abzielt. Die Patienten wurden im Durchschnitt 5,6 Monate lang überwacht, wobei Gehirnscans verwendet wurden, um Schwellungen oder Blutungen zu erkennen, und Blut- oder Bildgebungstests, um Veränderungen von Amyloid- und Tau-Proteinen zu messen.

Was wurde gefunden

Etwa 22 % der Patienten erlebten behandlungsbedingte Symptome, und 12 % entwickelten Gehirnschwellungen oder Mikroblutungen (genannt ARIA), die auf Scans sichtbar waren. Schwerwiegende Fälle waren jedoch selten: Nur 4 Patienten hatten Symptome aufgrund der Schwellung, und nur 7 hatten schwere Bildveränderungen. Die meisten Patienten vertrugen die Behandlung gut.

Was es für Patienten bedeutet

Lecanemab wurde im Januar 2023 von der FDA in den USA für frühes Alzheimer mit bestätigtem Amyloid zugelassen; es ist in Deutschland oder der EU noch nicht zugelassen. Diese realweltlichen Daten aus China deuten darauf hin, dass das Sicherheitsprofil, das in klinischen Studien beobachtet wurde, auch in der routinemäßigen Praxis Bestand hat. Das Medikament erfordert regelmäßige Infusionen und eine Überwachung des Gehirns und ist nicht für jeden geeignet – insbesondere nicht für Personen, die Blutverdünner einnehmen oder bestimmte genetische Risikofaktoren haben.

Wichtige Einschränkungen

Diese Studie hatte keine unbehandelte Vergleichsgruppe, was es unmöglich macht zu wissen, ob kognitive oder Biomarker-Veränderungen auf das Medikament oder den natürlichen Krankheitsverlauf zurückzuführen sind. Der Nachbeobachtungszeitraum war kurz (durchschnittlich 5,6 Monate), sodass die langfristige Sicherheit und Wirksamkeit unklar bleibt.

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