Amyloidablagerungen mit veränderter Gehirnvernetzung vor kognitivem Rückgang verbunden
In einer Studie mit 396 älteren Erwachsenen zeigten diejenigen mit Amyloidablagerungen, aber ohne Symptome, stärkere Verbindungen innerhalb des Default Mode Netzwerks des Gehirns, ein Muster, das auf eine frühe Anfälligkeit für Alzheimer hindeuten könnte.
Was wurde untersucht?
Forscher verwendeten bildgebende Verfahren, um zu untersuchen, wie die Ansammlung von Amyloid-beta-Protein die Vernetzungsmuster im Default Mode Netzwerk beeinflusst – einem Gehirnsystem, das während der Ruhe und Selbstreflexion aktiv ist. Sie verglichen Gehirnscans von 396 älteren Erwachsenen, die nach Amyloid-Status und kognitiver Funktion gruppiert waren, einschließlich kognitiv normaler Personen mit und ohne Amyloidablagerungen.
Was wurde gefunden?
Unter den kognitiv normalen Teilnehmern zeigten diejenigen mit Amyloid-beta-Ablagerungen (37 Personen) eine signifikant stärkere Vernetzung innerhalb des Default Mode Netzwerks im Vergleich zu den 213 amyloid-negativen Teilnehmern. Gleichzeitig hatten diese amyloid-positiven Personen schwächere Verbindungen zwischen dem Default Mode Netzwerk und anderen Gehirnnetzwerken. In einer 2-jährigen Nachuntersuchung von 171 kognitiv normalen Teilnehmern sagte die Baseline-Hypervernetzung progressive Veränderungen in der zwischen-netzwerklichen Kommunikation voraus, jedoch nur bei den 24 amyloid-positiven Personen.
Was bedeutet das?
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass amyloidbedingte Veränderungen im Gehirnnetzwerk Jahre bevor Gedächtnissymptome auftreten, auftreten und helfen könnten, Personen mit höherem Risiko für Alzheimer zu identifizieren. Das Muster der erhöhten Vernetzung innerhalb des Default Mode Netzwerks könnte schließlich als früher Biomarker dienen, obwohl viel mehr Forschung erforderlich ist, um zu verstehen, ob diese Veränderungen reversibel sind oder therapeutisch gezielt werden können.
Einschränkung
Die Studie maß die Gehirnvernetzung in Ruhe, bewertete jedoch nicht direkt, ob diese Netzwerkveränderungen einen tatsächlichen kognitiven Rückgang oder den Beginn einer Demenz vorhersagen.