Neuer Biosensor erkennt Alzheimer-Biomarker in ultraniedrigen Konzentrationen
Forscher haben einen fluoreszierenden Biosensor entwickelt, der das Alzheimer-Protein Amyloid-beta in Konzentrationen von nur 11 Attogramm pro Milliliter in Blutserumproben nachweisen kann.
Was wurde entwickelt
Forscher haben eine neue Art von Biosensor geschaffen, der magnetische Nanopartikel verwendet, die mit einer Gold-Silber-Legierung beschichtet sind, um Alzheimer-Proteine im Blut nachzuweisen. Das Gerät funktioniert, indem es Antikörper anheftet, die spezifisch an Alzheimer-Biomarker binden, und dann fluoreszierende Signale misst, wenn diese Proteine vorhanden sind.
Wie sensitiv ist er
Der Biosensor ist extrem sensitiv und kann das Alzheimer-Protein Amyloid-beta 42 in Konzentrationen nachweisen, die Milliarden von Malen niedriger sind als bei den meisten aktuellen Bluttests. Er zeigte zuverlässige Messungen über einen sehr breiten Bereich von Proteinmengen, von 0,1 bis 10.000 Femtogramm pro Milliliter.
Was er messen kann
Durch den Austausch des Nachweisantikörpers kann dasselbe Gerät drei verschiedene Alzheimer-Biomarker messen: Amyloid-beta 42, Amyloid-beta 40 und Tau-Protein. Alle drei zeigten bei Tests sowohl in vorbereiteten Proben als auch in echtem Blutserum von Patienten eine ähnlich hohe Sensitivität.
Was noch benötigt wird
Dieser Biosensor wurde bisher nur in Laborumgebungen an Blutproben getestet. Bevor er in Kliniken zur frühen Alzheimer-Diagnose eingesetzt werden kann, muss er in großen klinischen Studien validiert werden, die die Ergebnisse mit bildgebenden Verfahren des Gehirns und anderen etablierten diagnostischen Methoden vergleichen.