Neuer Bluttest erkennt Alzheimer-Biomarker in ultraniedrigen Konzentrationen
Forscher haben zwei diagnostische Plattformen entwickelt, die Amyloid-beta 42 im Blutplasma in Konzentrationen von nur 3,1 Femtogramm pro Milliliter erkennen können, was möglicherweise eine frühere Alzheimer-Diagnose ermöglicht.
Was wurde entwickelt
Wissenschaftler haben zwei neue Testplattformen zur Erkennung von Amyloid-beta 42 (Aβ42) geschaffen, einem Protein, das sich bei Alzheimer-Erkrankungen ansammelt. Eine ist ein Labor-Array-System, das auf fortschrittlicher lichtbasierter Chemie basiert, und die andere ist ein Schnellteststreifen, der für den Einsatz vor Ort konzipiert ist.
Wie sensitiv ist es?
Beide Plattformen erkannten Aβ42 in extrem niedrigen Konzentrationen – so niedrig wie 3,1 Femtogramm pro Milliliter im Blutplasma und etwa 19 Femtogramm pro Milliliter in der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit. Der Teststreifen benötigt nur 15 Minuten Inkubationszeit, während das Array-System 60 Minuten benötigt, aber 11 Proben gleichzeitig testen kann.
Was das bedeuten könnte
Wenn sie in klinischen Umgebungen validiert werden, könnten diese hochsensiblen Tests helfen, Alzheimer-bezogene Veränderungen früher zu erkennen als die aktuellen Methoden. Der blutbasierte Ansatz ist besonders vielversprechend, da Bluttests weniger invasiv sind als Lumbalpunktionen zur Entnahme von Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit.
Wichtige Einschränkungen
Dies ist eine Studie zu Laborverfahren, die die Plattformen mit Pufferlösungen, künstlicher Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit und menschlichen Plasmaproben getestet hat. Die Plattformen wurden bisher nicht in tatsächlichen Patientenstudien validiert, sodass ihre diagnostische Genauigkeit in der Praxis noch bestimmt werden muss.