Gesunde Ernährung mit schärferem Denken bei gefährdeten Frauen ohne APOE4-Gen verbunden
In einer Studie mit 102 Frauen mittleren Alters mit familiärer Vorgeschichte von Alzheimer wurde eine bessere Ernährungsqualität nur bei denen ohne den genetischen Risikofaktor APOE-ε4 mit einer schärferen exekutiven Funktion in Verbindung gebracht.
Was wurde untersucht
Forscher untersuchten 102 Frauen (Durchschnittsalter 57) mit einer familiären Vorgeschichte von Alzheimer, um zu sehen, ob die Ernährungsqualität mit der exekutiven Funktion – den mentalen Fähigkeiten, die uns helfen, zu planen, uns zu konzentrieren und mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen – zusammenhängt. Alle Teilnehmerinnen waren körperlich relativ inaktiv, und die Forscher testeten, ob das Tragen des APOE-ε4-Gens (einem bekannten Risikofaktor für Alzheimer) die Beziehung zwischen Ernährung und Kognition veränderte.
Was wurde gefunden
Eine bessere Ernährungsqualität, gemessen mit dem Healthy Eating Index-2020, war mit einer besseren allgemeinen exekutiven Funktion und Arbeitsgedächtnis verbunden. Dieser Vorteil trat jedoch nur bei Frauen auf, die das APOE-ε4-Genvariant NICHT trugen. Bei Trägerinnen des APOE-ε4-Gens zeigte die Ernährungsqualität keine bedeutende Assoziation mit der kognitiven Leistung.
Was es bedeuten könnte
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der genetische Hintergrund beeinflussen könnte, ob Ernährungsverbesserungen in kognitive Vorteile übersetzt werden. Für Frauen ohne die APOE-ε4-Variante war eine gesündere Ernährung – insbesondere mehr Gemüse und weniger gesättigte Fette und Zuckerzusätze – mit besseren Denkfähigkeiten verbunden. Für diejenigen mit der Genvariante könnten andere Schutzstrategien mehr betont werden müssen, obwohl dies weiter untersucht werden muss.
Wichtige Einschränkungen
Dies war ein Momentaufnahme (querschnittlich), daher kann nicht bewiesen werden, dass die Ernährung die kognitiven Unterschiede verursacht hat – die Beziehung könnte umgekehrt sein oder andere Faktoren könnten beides erklären. Die Studie war auch klein, umfasste nur körperlich wenig aktive Frauen und betrachtete nur das mittlere Alter, sodass die Ergebnisse möglicherweise nicht auf Männer, aktive Personen oder andere Altersgruppen zutreffen.