BEOBACHTUNGSGENETISCHE STUDIE
Kohortenstudie

Höherer BMI erhöht das Risiko für vaskuläre Demenz, so die Studie

Eine genetische Studie an europäischen Populationen hat ergeben, dass Personen mit höherem Body-Mass-Index eine 54-98% höhere Wahrscheinlichkeit haben, eine vaskuläre Demenz zu entwickeln, wobei erhöhter Blutdruck etwa ein Fünftel dieses Risikos erklärt.

Was wurde untersucht?

Forscher verwendeten Mendel'sche Randomisierung, eine genetische Analysemethode, um zu bestimmen, ob ein hoher Body-Mass-Index direkt vaskuläre Demenz verursacht oder lediglich damit assoziiert ist. Sie analysierten Daten aus großen Bevölkerungsgruppen in Kopenhagen und dem Vereinigten Königreich und untersuchten, ob metabolische Faktoren wie Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker diese Beziehung vermitteln.

Was wurde gefunden?

Jede Standardabweichungserhöhung des Body-Mass-Index (ungefähr 4-5 kg/m²) war mit einer 54% bis 98% höheren Wahrscheinlichkeit verbunden, eine vaskuläre Demenz zu entwickeln, abhängig von der verwendeten Analysemethode. Eine Meta-Analyse von Daten auf individueller Ebene zeigte ein um 63% erhöhtes Risiko. Der Blutdruck machte 18-25% dieses genetischen Effekts aus, wobei der systolische Blutdruck 18% und der diastolische Blutdruck 25% vermittelte.

Was bedeutet das?

Die Ergebnisse liefern genetische Beweise dafür, dass Übergewicht direkt zum Risiko für vaskuläre Demenz beitragen kann, nicht nur durch einfache Korrelation, und deuten darauf hin, dass die Kontrolle des Blutdrucks dieses Risiko verringern, aber nicht beseitigen könnte. Da es sich jedoch um eine beobachtende genetische Studie handelt, kann sie Kausalität nicht mit Sicherheit beweisen, und Interventionsstudien wären erforderlich, um zu bestätigen, dass Gewichtsreduktion tatsächlich Demenz verhindert.

Einschränkung

Die Studie verwendete genetische Daten aus europäischen Populationen, sodass die Ergebnisse möglicherweise nicht gleichermaßen auf Personen anderer Abstammungen zutreffen.

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