Hohe Körpergewichte mit steigenden globalen Demenz-Todesfällen verbunden
Eine globale Analyse von Gesundheitsdaten aus 204 Ländern ergab, dass die Todesfälle durch Alzheimer und Demenz, die mit hohem Körpergewicht verbunden sind, von 1990 bis 2021 um fast das 4,5-fache gestiegen sind.
Was die Forscher analysierten
Wissenschaftler analysierten drei Jahrzehnte von Gesundheitsdaten aus 204 Ländern, um zu berechnen, wie viele Demenz-Todesfälle und Jahre mit Behinderung auf einen hohen Body-Mass-Index (BMI) zurückzuführen sind. Sie untersuchten Trends von 1990 bis 2021 und verwendeten statistische Modelle, um die zukünftige Belastung bis 2040-2050 zu projizieren.
Was die Zahlen zeigen
Die mit hohem Körpergewicht verbundenen Demenz-Todesfälle haben sich über 31 Jahre mehr als vervierfacht, von 31.577 im Jahr 1990 auf 139.439 im Jahr 2021. Die Sterberate pro 100.000 Menschen stieg von 1,22 auf 1,79. Die Jahre, die mit Behinderung oder vorzeitigem Tod gelebt wurden, wuchsen von 644.750 auf 2.665.746. Frauen trugen eine höhere absolute Belastung, während die Raten bei Männern schneller anstiegen.
Wo das Wachstum konzentriert ist
Die schnellsten Zuwächse traten in einkommensschwachen und mittleren Regionen auf, insbesondere in Ost- und Südostasien sowie in Teilen Afrikas südlich der Sahara. Erwachsene im Alter von 80 Jahren und älter machten den größten Anteil der Belastung aus. Prognosen deuten darauf hin, dass sich diese Trends bis zur Mitte des Jahrhunderts fortsetzen werden.
Was das für die Prävention bedeutet
Hohe Körpergewichte sind ein veränderbarer Risikofaktor, der durch Lebensstiländerungen angegangen werden kann. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Prävention von Fettleibigkeit helfen könnte, die zukünftige Demenzbelastung zu reduzieren, insbesondere in Regionen, in denen der BMI schnell ansteigt. Diese sind jedoch populationsebene Assoziationen – das individuelle Risiko hängt von vielen Faktoren ab, die über das Gewicht hinausgehen.
Wichtige Vorbehalte
Dies ist eine epidemiologische Analyse von Bevölkerungstrends, keine Studie über einzelne Patienten. Sie schätzt, wie viel der Demenzbelastung auf einen hohen BMI zurückzuführen sein könnte, unter Verwendung statistischer Modelle, kann jedoch nicht beweisen, dass Gewichtsverlust bei einer bestimmten Person Demenz verhindern wird. Die Analyse beruht auf Modellannahmen und kann nicht alle Störfaktoren berücksichtigen.