QUERSCHNITTSSTUDIE
Querschnittsstudie
Mit Arzt umsetzbar

Höheres Körpergewicht mit schlechterer Kognition und Veränderungen im Mikrobiom bei Alzheimer verbunden

In einer Studie mit 50 Alzheimer-Patienten zeigten diejenigen mit hohem BMI eine schlechtere kognitive Funktion, erhöhte Gehirnentzündungen und gestörte Darmbakterien im Vergleich zu denen mit Normalgewicht.

Was wurde untersucht

Forscher verglichen 50 Alzheimer-Patienten und teilten sie in zwei Gruppen basierend auf dem Body-Mass-Index (BMI) ein. Sie maßen die kognitive Funktion, analysierten die Rückenmarksflüssigkeit auf Marker für die Gesundheit der Blut-Hirn-Schranke und Entzündungen und untersuchten die Darmbakterien sowie deren Stoffwechselprodukte.

Was wurde gefunden

Patienten mit hohem BMI schnitten bei kognitiven Tests schlechter ab und zeigten erhöhte Proteinwerte in der Rückenmarksflüssigkeit, die auf Schäden an der Blut-Hirn-Schranke hinweisen (ZO-1 und Occludin). Sie hatten auch höhere Werte entzündlicher Moleküle und unterschiedliche Muster der Störung der Darmbakterien, wobei spezifische Metaboliten mit Schäden an der Schranke und Entzündungen korrelierten.

Was das bedeutet

Diese Studie fügt den Beweisen hinzu, dass das Körpergewicht den Verlauf von Alzheimer über die Verbindung zwischen Darm und Gehirn beeinflussen könnte. Ein höherer BMI war mit schwereren kognitiven Beeinträchtigungen und Anzeichen von Gehirnentzündungen verbunden, möglicherweise vermittelt durch Veränderungen im Mikrobiom. Dies ist jedoch ein Momentaufnahme-Vergleich und kein Beweis dafür, dass Gewicht diese Veränderungen verursacht.

Wichtiger Hinweis

Dies ist eine Querschnittsstudie, die Assoziationen zeigt, nicht Ursache-Wirkung. Sie kann uns nicht sagen, ob Gewichtsreduktion die Kognition oder die Gehirngesundheit bei Alzheimer-Patienten verbessern würde. Die Stichprobengröße war mit insgesamt 50 Patienten ebenfalls relativ klein.

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