Alzheimer-Medikament Donanemab für die Versicherungskostenübernahme in Deutschland genehmigt
Deutsche Krankenkassen werden Donanemab (Kisunla) nun für Alzheimer-Patienten im Frühstadium mit bestätigten Amyloid-Plaques, die null oder ein Exemplar des ApoE4-Risiko-Gens tragen, erstatten.
Was beschlossen wurde
Das Bewertungsgremium des deutschen Gesundheitswesens hat die Kostenübernahme für Donanemab (Handelsname Kisunla) festgelegt, eine Antikörperbehandlung, die auf Amyloid-beta-Plaques im Gehirn abzielt. Das bedeutet, dass berechtigte Patienten die Behandlung nun über ihre gesetzliche Krankenversicherung erhalten können.
Wer berechtigt ist
Die Behandlung ist für Patienten mit Alzheimer im Frühstadium genehmigt, die eine bestätigte Amyloid-beta-Pathologie in der Bildgebung des Gehirns aufweisen. Patienten, die zwei Exemplare der ApoE4-Genvariante tragen (homozygotes ApoE4), sind jedoch aufgrund eines höheren Risikos schwerwiegender Nebenwirkungen ausgeschlossen.
Was das für Patienten bedeutet
Diese regulatorische Entscheidung beseitigt eine große finanzielle Hürde für berechtigte deutsche Patienten. Donanemab erfordert regelmäßige Infusionen und Überwachung, was ohne Versicherungsschutz unerschwinglich teuer wäre. Patienten sollten die Berechtigung mit ihrem Neurologen besprechen, einschließlich genetischer Tests auf den ApoE4-Status.
Das größere Bild
Donanemab ist der zweite Anti-Amyloid-Antikörper, der in Deutschland eine breite Genehmigung erhalten hat, nach Lecanemab. Beide Medikamente verlangsamen den kognitiven Rückgang im Frühstadium der Alzheimer-Krankheit moderat, stoppen oder kehren die Krankheit jedoch nicht um. In den USA erhielt Donanemab 2024 die FDA-Zulassung.