Kommentar hinterfragt die klinische Auswirkung der Langzeitdaten von Donanemab bei Alzheimer
Ein Brief, der die 36-monatigen Donanemab-Studienergebnisse untersucht, fand heraus, dass das Medikament den Patienten über drei Jahre hinweg etwa 6,9 Monate kognitiven Rückgang ersparte, stellte jedoch fest, dass strenge Zulassungskriterien die Anwendung in der realen Welt einschränken.
Was wurde untersucht?
Zwei Forscher analysierten Langzeitdaten aus der TRAILBLAZER-ALZ 2 Erweiterungsstudie, die frühe Alzheimer-Patienten, die bis zu 36 Monate mit Donanemab behandelt wurden, verfolgte. Sie untersuchten die nachhaltigen Effekte des Medikaments nach Beendigung der Behandlung und verglichen seinen klinischen Nutzen mit nicht-medikamentösen Interventionen.
Was wurde gefunden?
Patienten, die früh mit Donanemab begannen, erzielten über drei Jahre hinweg einen Nutzen von etwa 6,9 Monaten im Vergleich zu verzögerter Behandlung, die 5,6 Monate ergab. Das Medikament hielt die Beseitigung von Amyloid-Plaques und klinische Vorteile auch nach Beendigung der Behandlung aufrecht. Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass strenge Biomarker-Anforderungen und Sicherheitsbedenken bezüglich APOE ε4-Trägern die geeignete Patientengruppe im Vergleich zu allen Personen mit frühem Alzheimer sehr klein machen.
Was bedeutet das?
Donanemab stellt eine wichtige Option für sorgfältig ausgewählte Patienten mit frühzeitigem Alzheimer dar, die strenge Kriterien erfüllen. Die Autoren argumentieren jedoch, dass die Kombination von medikamentösen Behandlungen mit ernährungs- und lebensstilbezogenen Interventionen ein nachhaltigeres Krankheitsmanagement bieten könnte. Donanemab erhielt 2024 die FDA-Zulassung für frühzeitige symptomatische Alzheimer; in Deutschland und der EU läuft die regulatorische Prüfung.
Einschränkung
Dies ist ein Expertenkommentar, keine neuen Forschungsdaten, und die Autoren vergleichen Donanemab mit einem Nahrungsergänzungsmittel (Souvenaid), das im Bereich Alzheimer umstritten bleibt.