PILOTINTERVENTIONSSTUDIE
Andere Studienform

Tägliches Yoga verbesserte Kognition und Stimmung in kleiner Alzheimer-Studie

Ein 12-wöchiges Yoga-Programm verbesserte die kognitiven Werte und reduzierte die Depression bei 16 Personen mit leichter Alzheimer-Krankheit, während es ihre Darmbakterien in gesündere Muster verschob.

Was wurde untersucht?

Forscher am AIIMS New Delhi untersuchten, ob tägliche Yoga-Praxis die Kognition, Stimmung und das Gleichgewicht der Darmbakterien bei Menschen mit leichter Alzheimer-Krankheit verbessern könnte. Sechzehn AD-Patienten praktizierten 12 Wochen lang täglich 60-minütige, betreute Yoga-Sitzungen, während 17 kognitiv gesunde Personen als Vergleichsgruppe dienten.

Was wurde gefunden?

Die kognitiven Testergebnisse verbesserten sich signifikant von durchschnittlich 22,3 auf 25,4 Punkte im Montreal Cognitive Assessment (p=0,001). Die Depressionswerte sanken von 5,8 auf 2,2 auf der standardisierten PHQ-9-Skala (p=0,007). Die Analyse von Stuhlproben zeigte, dass die Zusammensetzung der Darmbakterien bei den Yoga-Teilnehmern näher an das Muster der gesunden Kontrollen verschoben wurde, mit Zunahmen von nützlichen Bakterien wie Faecalibacterium prausnitzii und Bifidobacterium.

Was bedeutet das?

Diese explorative Studie legt nahe, dass regelmäßige Yoga-Praxis die kognitive Funktion und das emotionale Wohlbefinden im Frühstadium der Alzheimer-Krankheit unterstützen könnte, möglicherweise durch Effekte auf die Darm-Hirn-Achse. Größere randomisierte Studien sind jedoch erforderlich, um zu bestätigen, ob Yoga einen bedeutenden klinischen Nutzen über die Standardversorgung hinaus bietet.

Einschränkung

Die sehr kleine Stichprobengröße, das Fehlen einer Kontrollgruppe, die ähnliche Aufmerksamkeit ohne Yoga erhält, und das Design eines einzelnen Zentrums schränken das Vertrauen in diese Ergebnisse ein.

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