APOE4-Variante könnte das Risiko für Alzheimer und Parkinson durch Zellreinigung verbinden
Laborversuche zeigen, dass Astrozyten—Unterstützungszellen des Gehirns—mit der APOE4-Genvariante eine deutlich reduzierte Fähigkeit aufweisen, α-Synuclein, das Protein, das toxische Klumpen bei Parkinson bildet, aufzunehmen und zu beseitigen.
Was wurde untersucht
Forscher untersuchten, wie Astrozyten (Unterstützungszellen im Gehirn) mit verschiedenen Versionen des APOE-Gens α-Synuclein, das Protein, das toxische Klumpen bei Parkinson bildet, handhaben. Sie verglichen Zellen mit der APOE3-Variante (normal) mit denen, die APOE4 tragen (der genetische Risikofaktor für Alzheimer).
Was wurde gefunden
Astrozyten, die APOE4 exprimieren, nahmen weniger α-Synuclein auf und zeigten eine reduzierte Autophagie—das Müllentsorgungssystem der Zelle—im Vergleich zu APOE3-Astrozyten. Bei Behandlung mit Rapamycin, einem Medikament, das die Autophagie steigert, erhöhten APOE4-Astrozyten ihre α-Synuclein-Aufnahme. Chloroquin, das die Autophagie blockiert, reduzierte die α-Synuclein-Beseitigung nur in APOE3-Zellen.
Was es bedeutet
Diese Studie deutet auf einen biologischen Mechanismus hin, der das APOE4-Gen—am besten bekannt als Risikofaktor für Alzheimer—mit der Anfälligkeit für Parkinson verbindet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass APOE4 die Fähigkeit des Gehirns beeinträchtigen könnte, mehrere toxische Proteine zu beseitigen, nicht nur die Amyloid-Plaques bei Alzheimer. Die Verbesserung der Autophagie könnte ein therapeutisches Ziel sein, obwohl viel mehr Forschung erforderlich ist.
Wichtige Einschränkung
Dies war eine Laborstudie mit kultivierten Zellen in Schalen, nicht mit lebenden Gehirnen. Ob APOE4 die α-Synuclein-Beseitigung bei menschlichen Parkinson-Patienten beeinflusst und ob Medikamente zur Steigerung der Autophagie helfen könnten, bleibt unklar. Tier- und Humanstudien wären wesentliche nächste Schritte.