KOHORTENSTUDIE — BEOBACHTUNGSBEWEIS
Kohortenstudie

Kombination aus Muskelabbau und Fettleibigkeit mit höherem Demenzrisiko in großer Studie verbunden

Unter fast 490.000 Erwachsenen, die über 13 Jahre verfolgt wurden, hatten diejenigen mit sowohl geringer Muskelkraft als auch Fettleibigkeit ein um 34 % höheres Demenzrisiko im Vergleich zu denen mit gesunder Muskulatur und Gewicht.

Was die Forscher verfolgt haben

Britische Forscher verfolgten 489.972 Erwachsene (Durchschnittsalter 56) über einen Median von 13,6 Jahren, maßen die Muskelkraft, den Körperfettanteil und später die Demenzdiagnosen. Sie konzentrierten sich auf "sarkopenische Fettleibigkeit" — einen Zustand, bei dem jemand sowohl geringe Muskelkraft als auch überschüssiges Körperfett gleichzeitig hat.

Was die Zahlen zeigten

Menschen mit sarkopenischer Fettleibigkeit hatten ein um 34 % höheres Risiko, an Demenz zu erkranken, im Vergleich zu denen mit gesunder Muskulatur und Gewicht. Interessanterweise war Fettleibigkeit allein mit einem leicht niedrigeren Risiko verbunden (9 % Reduktion), während alleiniger Muskelabbau das Risiko um 30 % erhöhte. Das Risiko war besonders ausgeprägt bei Personen unter 65 Jahren.

Was das bedeutet

Die Studie fügt den Beweisen hinzu, dass die Erhaltung der Muskelkraft im Alter für die Gehirngesundheit von Bedeutung sein könnte — vielleicht sogar mehr als das Gewicht allein. Die Kombination aus Muskelabbau und Fettleibigkeit scheint besonders besorgniserregend zu sein. Dies sind Beobachtungsdaten, die einen Zusammenhang zeigen, aber nicht beweisen können, dass Muskelabbau direkt Demenz verursacht.

Wichtige Vorbehalte

Diese Studie verfolgte Menschen über die Zeit, testete jedoch keine Intervention. Sie kann uns nicht sagen, ob die Verhinderung von Muskelabbau Demenz verhindern würde. Die Muskelkraft wurde zu Beginn gemessen, und ein gewisser Rückgang könnte ein frühes Zeichen von Gehirnveränderungen gewesen sein, anstatt eine separate Ursache.

Zum Anfordern anmelden

Verwandte Studien