QUERSCHNITTSSTUDIE
Querschnittsstudie

Erhöhte Homocysteinwerte mit kognitivem Rückgang und Muskelverlust bei Alzheimer verbunden

In einer Studie mit 41 Personen mit Alzheimer-Krankheit wurden höhere Werte der Aminosäure Homocystein im Blut mit schlechteren Ergebnissen bei Gedächtnistests und größerem Muskelverlust in Verbindung gebracht.

Was wurde untersucht?

Forscher maßen die Homocysteinwerte (eine Aminosäure) im Blut von 41 Personen mit Alzheimer-Krankheit und 35 gesunden Freiwilligen und untersuchten dann, ob diese Werte mit der Leistung bei kognitiven Tests und der Muskelgesundheit in Zusammenhang standen.

Was wurde gefunden?

Personen mit Alzheimer hatten signifikant höhere Homocysteinwerte als gesunde Kontrollen. Unter den 41 Alzheimer-Patienten hatten 21 eine Sarkopenie (Verlust von Muskelmasse und -kraft), und diese Gruppe schnitt bei Gedächtnis-, Benennungs- und Sprachflüssigkeitstests schlechter ab. Höhere Homocysteinwerte korrelierten mit niedrigeren Ergebnissen bei kognitiven Tests und schwächeren Muskeln, selbst nachdem andere Gesundheitsfaktoren berücksichtigt wurden.

Was bedeutet das?

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Homocystein als messbarer Marker für den Rückgang von Gehirn und Muskeln bei Alzheimer dienen könnte, obwohl diese Studie nicht bestimmen kann, ob erhöhte Werte den Rückgang verursachen oder einfach nur gleichzeitig auftreten. Ärzte könnten in Betracht ziehen, die Homocysteinwerte bei Patienten zu überprüfen, die sowohl Gedächtnis- als auch Muskelprobleme haben.

Einschränkung

Die kleine Stichprobe von 41 Patienten und das Querschnittsdesign bedeuten, dass diese Studie nicht beweisen kann, dass Homocystein den Rückgang verursacht, sondern nur, dass höhere Werte und schlechtere Symptome zusammen auftreten.

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