Eine fettarme Ernährung reduzierte die Demenzsterblichkeit in einer Langzeitstudie nicht
Eine 20-jährige Studie mit fast 49.000 Frauen ergab, dass das Befolgen eines fettarmen Ernährungsplans im mittleren und höheren Alter das Risiko, an Demenz zu sterben, nicht senkte.
Was wurde untersucht
Forscher verfolgten 48.835 postmenopausale amerikanische Frauen (im Alter von 50-79 Jahren) über 20 Jahre. Die Hälfte wurde zufällig einem fettarmen Ernährungsplan zugewiesen (Fett auf unter 20 % der Kalorien reduzieren und Obst, Gemüse und Getreide erhöhen); die andere Hälfte setzte ihre gewohnte Ernährung fort.
Was wurde festgestellt
Die fettarme Ernährung machte keinen signifikanten Unterschied bei den Demenztodesfällen. Frauen in der Diätgruppe hatten praktisch das gleiche Risiko wie diejenigen, die ihre gewohnte Ernährung aßen (Hazard Ratio 0,94). Es gab auch keinen spezifischen Effekt auf die Todesfälle durch Alzheimer.
Was das für Patientinnen/Patienten bedeutet
Diese große Studie legt nahe, dass eine bloße Reduzierung des Nahrungsfetts im mittleren Alter möglicherweise nicht den Tod durch Demenz verhindern kann. Die Intervention testete nur die Fettreduktion, nicht andere Ernährungsweisen (wie mediterrane oder MIND-Diäten), die in kleineren Studien vielversprechend waren.
Wichtige Einschränkungen
Die Demenzsterblichkeit war eine sekundäre Analyse, nicht das ursprüngliche Ziel der Studie. Die Studie maß nur den Tod durch Demenz, nicht ob Frauen kognitive Beeinträchtigungen entwickelten. Frauen wurden bei der Einschreibung nicht auf kognitive Funktionen getestet.