LABORATORY STUDY
Zellstudie
Grundlagenforschung

Labortest zeigt, dass Tramiprosate toxische Proteine im Alzheimer-Zellmodell reduziert

In einem Laborzellmodell der Alzheimer-Krankheit reduzierte Tramiprosate die Spiegel von Amyloid-beta-Peptiden und die Tau-Protein-Phosphorylierung an mehreren Stellen, ohne die Zellviabilität zu schädigen.

Was wurde untersucht

Forscher testeten Tramiprosate, den Wirkstoff im experimentellen Medikament ALZ-801, an Zellen, die so konstruiert wurden, dass sie die Alzheimer-Krankheit nachahmen. Sie wollten herausfinden, ob es die Produktion von Amyloid-beta (ein klebriges Protein, das Plaques bildet) und die Tau-Phosphorylierung (chemische Veränderungen, die das Tau-Protein toxisch machen) reduzieren kann.

Was wurde gefunden

Tramiprosate verringerte die Spiegel sowohl von Amyloid-beta-40 als auch von Amyloid-beta-42-Peptiden in einer dosisabhängigen Weise. Es reduzierte auch die Tau-Phosphorylierung an zwei wichtigen Stellen (Ser202/Thr205 und Ser396/Ser404), während das gesamte Tau unverändert blieb. Das Medikament wirkte, indem es mehrere Schritte in der Amyloidproduktion beeinflusste und ein Enzym namens GSK-3β hemmte, das Tau-Proteine markiert.

Was es bedeutet

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Tramiprosate beide Hauptwege anvisieren kann, die als treibende Kräfte der Alzheimer-Krankheit gelten — Amyloidansammlung und Tau-Verklumpungen. ALZ-801, die Tablettenform von Tramiprosate, wird derzeit in Phase-III-Studien am Menschen getestet. Wenn diese Studien erfolgreich sind, hilft diese Laborarbeit zu erklären, wie das Medikament wirken könnte.

Wichtige Einschränkungen

Diese Studie verwendete nur Zellen in einer Laborumgebung, nicht lebende Tiere oder Menschen. Viele vielversprechende Ergebnisse in Zellmodellen funktionieren im menschlichen Gehirn nicht auf die gleiche Weise, sodass diese Ergebnisse einen frühen Schritt darstellen, jedoch keinen Beweis dafür, dass das Medikament den Patienten helfen wird.

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