Genetische Studie zeigt gegensätzliche Stoffwechselprofile bei Alzheimer- und Parkinson-Krankheit
Eine genetische Analyse von 249 zirkulierenden Metaboliten ergab, dass die Alzheimer-Krankheit mit kardiovaskulären und Diabetes-Risikofaktoren übereinstimmt, während die Parkinson-Krankheit weitgehend gegensätzliche Stoffwechselmuster zeigt.
Was wurde untersucht?
Forscher untersuchten, wie genetische Faktoren den Stoffwechsel mit der Alzheimer-Krankheit (AD) und der Parkinson-Krankheit (PD) verknüpfen. Sie analysierten genomweite genetische Daten für 249 zirkulierende Metaboliten und untersuchten deren Beziehungen zu AD, PD und kardiovaskulären Erkrankungen.
Was wurde gefunden?
Die Alzheimer-Krankheit zeigte ein genetisch-stoffwechseltechnisches Profil, das sich mit dem Body-Mass-Index, Typ-2-Diabetes, Herzkrankheiten und Schlaganfällen überschneidet. Im Gegensatz dazu wies die Parkinson-Krankheit weitgehend gegensätzliche Muster auf (Korrelationskoeffizient: -0,26 zwischen den beiden Krankheiten). Genetische Analysen deuteten darauf hin, dass spezifische Lipoproteine, die Aminosäure Glutamin und das Hormon Proglucagon das Risiko für Alzheimer ursächlich beeinflussen könnten, während in der Parkinson-Krankheit gegenteilige oder keine Effekte beobachtet wurden.
Was bedeutet das?
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Alzheimer und Parkinson von grundlegend unterschiedlichen Stoffwechselmechanismen getrieben werden, obwohl beide neurodegenerative Erkrankungen sind. Dies könnte erklären, warum Behandlungen, die auf den Stoffwechsel abzielen, in jeder Erkrankung unterschiedlich wirken könnten, und weist auf krankheitsspezifische Präventionsstrategien hin.
Einschränkung
Die Studie analysierte genetische Assoziationen und kann nicht beweisen, dass eine Veränderung der Stoffwechselfaktoren tatsächlich eine der beiden Krankheiten verhindern oder behandeln wird.