CSF- und PET-Amyloidmarker zeigen Diskrepanz bei 10,5% der Alzheimer-Patienten
Die Analyse von 313 Alzheimer-Forschungsteilnehmern ergab, dass die Messungen von Amyloidprotein im Liquor cerebrospinalis und in der Gehirnbildgebung in etwa 1 von 10 Patienten nicht übereinstimmen, wobei die diskrepanten Fälle signifikant niedrigere Tau-Spiegel aufwiesen.
Was wurde untersucht?
Forscher analysierten 313 Teilnehmer aus der Datenbank der Alzheimer Disease Neuroimaging Initiative, um zu bestimmen, wie oft die Messungen von Amyloidprotein (Aβ42:40-Verhältnis) im Liquor cerebrospinalis (CSF) mit den Amyloid-PET-Gehirnscans nicht übereinstimmen und ob diskrepante Patienten unterschiedliche Tau-Pathologie-Muster aufweisen.
Was wurde gefunden?
Mit optimierten statistischen Grenzwerten zeigten 33 von 313 Patienten (10,5%) diskrepante Ergebnisse zwischen CSF- und PET-Amyloidmessungen. Patienten mit diskrepanten Biomarkern hatten signifikant niedrigere Spiegel sowohl von phosphoryliertem Tau (pTau181) als auch von totalem Tau im Vergleich zu Patienten, deren CSF- und PET-Ergebnisse übereinstimmten.
Was bedeutet das?
Die Erkenntnis deutet darauf hin, dass eine kleine, aber bedeutende Untergruppe von Patienten möglicherweise eine unterschiedliche zugrunde liegende Biologie hat, die beeinflusst, wie die Amyloidpathologie über die Messmethoden hinweg erkannt wird. Dies könnte wichtig für klinische Studien und die diagnostische Genauigkeit sein, bei denen die Wahl der Biomarker die Patientenauswahl und -klassifikation beeinflussen kann.
Einschränkung
Dies ist eine retrospektive Datenbankanalyse, die als Konferenzabstract präsentiert wurde, und der Ergebnisteil ist im verfügbaren Text unvollständig.