Metformin zeigt vielversprechende Ergebnisse bei mehreren Gehirnerkrankungen, so eine Überprüfung klinischer Studien
Eine systematische Überprüfung von 23 klinischen Studien hat ergeben, dass Metformin, ein Diabetesmedikament, aktiv auf Alzheimer, Multiple Sklerose und andere neurologische Erkrankungen getestet wird, wobei über zwei Drittel der Studien abgeschlossen oder rekrutierend sind.
Was wurde untersucht?
Forscher haben alle registrierten klinischen Studien analysiert, die Metformin – ein weit verbreitetes Diabetesmedikament – bei Gehirn- und Nervenstörungen testen. Sie haben ClinicalTrials.gov durchsucht und 23 Studien identifiziert, die untersuchen, ob Metformin bei Erkrankungen wie Alzheimer, Multipler Sklerose, Schizophrenie und fragilem X-Syndrom helfen könnte.
Was wurde gefunden?
Die Überprüfung ergab ein aktives Forschungsinteresse, wobei 7 Studien (30,4%) bereits abgeschlossen und 9 derzeit Teilnehmer rekrutieren. Multiple Sklerose war die am häufigsten untersuchte Erkrankung (5 Studien), gefolgt von Schizophrenie und Psychose (4 Studien) sowie fragilem X-Syndrom (4 Studien). Die Studien testeten die Fähigkeit von Metformin, Nervenzellen zu schützen und die Reparatur über den AMPK-Weg zu fördern, einen wichtigen zellulären Energieregulator.
Was bedeutet das?
Die Ergebnisse zeigen, dass Metformin als vielversprechender Kandidat für Gehirnerkrankungen angesehen wird, da es bereits in Millionen von Diabetespatienten als sicher erwiesen ist und möglicherweise durch mehrere schützende Mechanismen wirkt. Diese Überprüfung skizziert jedoch nur die Studienlandschaft – der tatsächliche Nachweis eines Nutzens hängt von den Ergebnissen der einzelnen Studien ab, von denen die meisten noch nicht veröffentlicht sind.
Einschränkung
Dies ist eine Übersicht über die laufende Forschung, keine zusammengefasste Analyse der Ergebnisse, daher kann sie uns noch nicht sagen, ob Metformin tatsächlich bei einer Gehirnerkrankung wirkt.