Chronische Schmerzen im Zusammenhang mit Veränderungen im Gehirn und beschleunigtem Gehirnalterung
Eine Überprüfung von 365 Studien ergab, dass Erwachsene mit chronischen Schmerzen messbare Veränderungen im Gehirn zeigen, einschließlich reduziertem grauen Materie und Anzeichen einer beschleunigten Alterung, was potenziell das Demenzrisiko erhöht.
Was wurde untersucht
Forscher analysierten 365 Studien mit Erwachsenen mit chronischen Schmerzen, um zu verstehen, wie anhaltende Schmerzen die Gehirnstruktur und -funktion beeinflussen. Sie untersuchten Gehirnscans, kognitive Tests und biologische Marker und verglichen Personen mit chronischen Schmerzen mit gesunden Individuen.
Was wurde gefunden
Personen mit chronischen Schmerzen zeigten mehrere Veränderungen im Gehirn: reduziertes Volumen der grauen Substanz (der Teil des Gehirns, der Nervenzellen enthält), gestörte Verbindungen der weißen Substanz und Anzeichen einer schnelleren Gehirnalterung, einschließlich erhöhter Läsionen der weißen Substanz. Blutuntersuchungen zeigten höhere Werte eines Proteins, das mit Stressreaktionen im Gehirn assoziiert ist.
Was es für Patientinnen/Patienten bedeutet
Diese Ergebnisse helfen zu erklären, warum chronische Schmerzen das Demenzrisiko erhöhen können. Die Veränderungen im Gehirn deuten darauf hin, dass anhaltende Schmerzen anhaltenden Stress auf das Gehirngewebe ausüben, was potenziell die normalen Alterungsprozesse beschleunigt. Es ist jedoch noch unklar, ob eine aggressivere Schmerzbehandlung diese Veränderungen verlangsamen oder umkehren könnte.
Einschränkungen
Die meisten Studien waren klein und variierten stark in den untersuchten Schmerzarten (über 30 verschiedene Erkrankungen). Viele hatten ein moderates bis hohes Risiko für Verzerrungen, was bedeutet, dass die Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden sollten. Größere, rigorosere Studien sind erforderlich, um diese Muster zu bestätigen.