Die Hälfte der Menschen in ihren 70ern zeigt moderate Alzheimer-Hirnveränderungen
Eine Studie an 1.509 postmortalen Gehirnen ergab, dass 50 % der Menschen in ihren frühen 70ern eine moderate Ansammlung von Tau-Protein aufwiesen, während 1 von 4 Menschen in ihren 80ern fortgeschrittene Alzheimer-ähnliche Veränderungen zeigte.
Was wurde untersucht?
Forscher untersuchten Hirngewebe von 1.509 Personen über 50 Jahren, um zu kartieren, wie Tau-Protein und Amyloid-beta mit dem Alter ansteigen. Sie verwendeten Immunhistochemie, um den Proteinaufbau in sieben Hirnregionen zu bewerten.
Was wurde gefunden?
Unter den Spendern wiesen 63,8 % eine minimale Tau-Akkumulation auf, 30,4 % zeigten moderate Werte und 5,8 % wiesen fortgeschrittene Akkumulation auf. Die Hälfte der Menschen in ihren frühen 70ern hatte eine moderate Tau-Akkumulation (Braak-Stadium III-IV), während etwa 1 von 4 Menschen in ihren 80ern fortgeschrittene Stadien (Braak V-VI) hatte. Fast die Hälfte (48,8 %) zeigte Amyloid-beta-Ablagerungen.
Was bedeutet das?
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Alzheimer-ähnliche Hirnveränderungen auch bei Menschen ohne Demenzdiagnosen häufig sind und mit dem Alter zunehmen. Dies hilft den Forschern, die natürliche Geschichte der Proteinakkumulation zu verstehen, obwohl Hirnveränderungen allein nicht vorhersagen, wer Symptome entwickeln wird.
Einschränkung
Die Studie untersuchte Gehirne zu einem bestimmten Zeitpunkt, anstatt Veränderungen bei lebenden Menschen zu verfolgen, sodass sie nicht bestimmen kann, wie schnell sich die Pathologie entwickelt oder das individuelle Krankheitsrisiko vorhersagen kann.