Das Gehirn-Immune-Protein sTREM2 mit langsamerem Gedächtnisverlust bei älteren Menschen verbunden
Die Verfolgung älterer Freiwilliger über mehrere Jahre ergab, dass höhere Ausgangswerte des Immunproteins sTREM2 in der Rückenmarksflüssigkeit mit langsamerer Schrumpfung des Hippocampus und Gedächtnisverlust vorhergesagt wurden, unabhängig von Alzheimer-Pathologiemarkern.
Was wurde untersucht?
Forscher untersuchten, ob lösliches TREM2 (sTREM2), ein von Gehirnimmunkzellen freigesetztes Protein, vor Gehirnschrumpfung und Gedächtnisverlust bei älteren Menschen schützen könnte. Sie maßen die sTREM2-Spiegel in der Rückenmarksflüssigkeit von zwei großen Gruppen älterer Erwachsener und verfolgten über die Zeit Veränderungen im Volumen des Hippocampus (einer für das Gedächtnis wichtigen Gehirnregion) und in der kognitiven Leistung.
Was wurde gefunden?
Höhere sTREM2-Spiegel zu Beginn waren mit langsamerer Schrumpfung des Hippocampus und kognitivem Rückgang in den folgenden Jahren verbunden. Diese schützende Assoziation blieb signifikant, selbst nachdem pTau181, ein Marker der Alzheimer-Pathologie, berücksichtigt wurde. Der schützende Effekt war bei Personen mit höheren pTau181-Spiegeln etwas stärker, obwohl dieser Unterschied sehr gering war.
Was bedeutet das?
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass TREM2-abhängige Immunaktivierung im Gehirn helfen könnte, vor altersbedingtem Gedächtnisverlust und Gehirnatrophie zu schützen. Die Ergebnisse tragen zu den wachsenden Beweisen bei, dass bestimmte Immunreaktionen im Alter und in der frühen Alzheimer-Krankheit vorteilhaft sein könnten, obwohl dies noch frühe Forschungsphase ist und Jahre von jeglichen Behandlungsmöglichkeiten entfernt ist.
Einschränkung
Diese Beobachtungsstudie kann nicht beweisen, dass sTREM2 direkt einen langsameren Rückgang verursacht – es könnte einfach ein Marker für andere schützende Prozesse sein.