Transdermale Östrogene nach der Menopause können vor Alzheimer-assoziierten Veränderungen im Gehirn schützen
Eine Überprüfung von 14 Studien ergab, dass die frühe Anwendung von Hautpflaster-Östrogen nach der Menopause mit niedrigeren Tau-Proteinspiegeln und einer besseren Glukoseverwertung im Gehirn in Regionen, die anfällig für Alzheimer sind, verbunden war.
Was überprüft wurde
Forscher analysierten 14 Studien, die untersuchten, wie die Hormonersatztherapie messbare Alzheimer-Marker bei Frauen in oder nach der Menopause beeinflusst. Sie betrachteten Tau- und Amyloid-Proteine in der Rückenmarksflüssigkeit und im Blut sowie bildgebende Verfahren des Gehirns, die die Glukoseverwertung und Proteinablagerungen zeigten.
Was gefunden wurde
Die frühe Anwendung von Hautpflaster (transdermalem) 17β-Estradiol war mit niedrigeren Spiegeln von p-tau181 – einem Protein, das mit Alzheimer verbunden ist – und einer besseren Glukoseverwertung in anfälligen Gehirnregionen verbunden. Die Vorteile schienen Jahre nach dem Absetzen anzuhalten. Im Gegensatz dazu zeigten orale Östrogenpräparate (konjugierte equine Östrogene) neutrale oder potenziell ungünstige Effekte.
Was das für Frauen bedeutet
Da zwei Drittel der Alzheimer-Patienten Frauen sind und die Menopause einen starken Rückgang der Hormone markiert, ist es entscheidend zu verstehen, ob die Hormonersatztherapie helfen kann. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass nicht alle Hormonersatztherapien gleich sind: Die Verabreichungsmethode (Pflaster versus Pille), der Zeitpunkt (früh in der Menopause) und die Art des Östrogens sind alle wichtig. Für Frauen, die aus irgendeinem Grund eine Hormonersatztherapie in Betracht ziehen, sollte das potenzielle Gehirnschutzpotential Teil der Diskussion sein.
Wichtige Vorbehalte
Diese Überprüfung fasste Ergebnisse aus verschiedenen Studiendesigns und Populationen zusammen, sodass individuelle Reaktionen variieren können. Die meisten Studien waren beobachtend, was bedeutet, dass sie Assoziationen zeigen, aber keine Ursache-Wirkung-Beziehungen beweisen können. Frauen, die eine Hormonersatztherapie in Betracht ziehen, sollten ihre persönliche Krankengeschichte, den Zeitpunkt und die Risiken mit ihrem Gesundheitsdienstleister besprechen.