Alte Herzmedikamentenklasse erhält zweite Chance zur Alzheimer-Prävention
CETP-Inhibitoren, eine Klasse von kardiovaskulären Medikamenten, die in frühen Studien gescheitert sind, werden nach neueren Studien, die zeigen, dass sie schädliches Cholesterin senken, die Blutzuckerregulation verbessern und Beta-Amyloid-Marker bei Menschen mit früher Erkrankung reduzieren können, erneut in Betracht gezogen.
Was wurde überprüft
Diese Übersicht untersucht CETP-Inhibitoren, Medikamente, die ursprünglich entwickelt wurden, um HDL ('gutes') Cholesterin zur Prävention von Herzkrankheiten zu erhöhen. Frühe Studien scheiterten aufgrund von Toxizität oder fehlendem Nutzen, aber genomische Studien haben seitdem einen anderen therapeutischen Weg identifiziert.
Die Verbindung zu Alzheimer
Ein neuerer CETP-Inhibitor, Obicetrapib, hat Auswirkungen auf Beta-Amyloid-Biomarker bei Menschen mit präklinischer Alzheimer-Krankheit gezeigt. Das Medikament verbessert auch die Blutzuckerregulation und senkt atherogene (arterienschädigende) Lipide und Lipoproteine.
Was das bedeutet
Anstatt zu versuchen, die HDL-Werte (das ursprüngliche Ziel) zu erhöhen, zielen die Forscher nun auf die Fähigkeit der CETP-Inhibitoren ab, schädliche Lipide zu senken und die metabolische Gesundheit zu verbessern – Effekte, die sowohl das Risiko für kardiovaskuläre als auch neurodegenerative Erkrankungen reduzieren können.
Aktueller Stand
Obicetrapib wird untersucht. Kein CETP-Inhibitor ist in den USA, Deutschland oder anderswo für die Behandlung oder Prävention von Alzheimer zugelassen. Die Übersicht hebt dies als aufkommende Forschungsrichtung hervor, nicht als sofortige Behandlungsoption.