Neurofilament light könnte kognitiven Rückgang ohne Amyloid-Plaques identifizieren
In einer Studie mit 951 Teilnehmern war Neurofilament light der einzige Biomarker, der kognitive Beeinträchtigungen von normaler Kognition bei Personen ohne Amyloidablagerungen in Gehirnscans unterschied.
Was wurde untersucht
Forscher analysierten 951 Teilnehmer aus der Bio-Hermes-Studie, um Biomarker zu finden, die kognitive Beeinträchtigungen bei Personen identifizieren könnten, die keine Amyloid-Plaques (die typischerweise mit Alzheimer assoziierten Proteinablagerungen) haben. Ziel war es, das Screening für klinische Studien zu verbessern und neue Behandlungsziele für nicht-amyloidbedingten kognitiven Rückgang zu entdecken.
Was wurde gefunden
Neurofilament light (ein Protein, das freigesetzt wird, wenn Gehirnzellen beschädigt sind) war der einzige Biomarker, der zuverlässig die 296 kognitiv beeinträchtigten Teilnehmer ohne Amyloid von den 313 kognitiv normalen Teilnehmern ohne Amyloid unterschied. Dutzende anderer Biomarker, Zytokine und Proteinanalysen zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen diesen Gruppen.
Was es bedeutet
In dieser Studie hatten 53% der kognitiv beeinträchtigten Teilnehmer (296 von 554) keine Amyloidablagerungen, was auf eine andere Ursache des Rückgangs als bei typischem Alzheimer hinweist. Bestehende Biomarkertests können diese Fälle nicht angemessen diagnostizieren oder charakterisieren, was die Teilnahme an klinischen Studien und die Entwicklung von Behandlungen für diese große Patientengruppe erschwert.
Einschränkungen
Die Studie fand nur einen nützlichen Biomarker unter vielen getesteten, und Neurofilament light weist auf allgemeine Schäden an Gehirnzellen hin, anstatt auf einen spezifischen Krankheitsmechanismus zu verweisen. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass völlig neue Biomarker benötigt werden, um zu verstehen, was kognitive Beeinträchtigungen bei Personen ohne Amyloid verursacht.