Der Wachstumsfaktor BDNF schützt kultivierte Gehirnzellen vor Entzündungsschäden
In einer Laborstudie mit cholinergen Neuronen fanden die Forscher heraus, dass der aus dem Gehirn stammende neurotrophe Faktor (BDNF) Schäden durch entzündliche Moleküle und Amyloid-beta blockierte, indem er einen spezifischen Stressweg hemmte.
Was wurde untersucht?
Die Forscher testeten, ob BDNF, ein natürlich vorkommender Wachstumsfaktor im Gehirn, cholinerge Neuronen, die in Kultur gezüchtet wurden, vor Schäden durch TNF (ein entzündliches Molekül) und Beta-Amyloid-Peptide schützen kann.
Was wurde gefunden?
BDNF reduzierte sowohl den Zelltod als auch die Schädigung der neuronalen Äste, die durch TNF und Amyloid-beta verursacht wurden. Der schützende Effekt wirkte, indem die Aktivierung des JNK-Stresswegs blockiert wurde, wobei BDNF einen anderen Weg (p38 MAPK) aktivierte, um diese Unterdrückung zu erreichen.
Was bedeutet das?
Die Studie zeigt einen molekularen Mechanismus auf, durch den BDNF entzündungsbedingte Schäden bei Alzheimer-Krankheit entgegenwirken kann. Diese Ergebnisse stammen jedoch aus isolierten Zellen in Laborgeräten und stellen sehr frühe Forschungsarbeiten dar, die Jahre zusätzlicher Tests erfordern, bevor eine klinische Anwendung möglich ist.
Einschränkung
Die Experimente wurden nur in kultivierten Zelllinien und nicht in lebendem Gewebe oder Organismen durchgeführt.