Französische Ärzte zeigen Wissenslücken über neue Antikörperbehandlungen gegen Alzheimer
In einer Umfrage von 2024 unter 303 französischen Ärzten würden fast einer von fünf neuen anti-amyloiden Medikamenten verschreiben, ohne zuvor die Alzheimer-Biomarker zu bestätigen, und viele hatten unzureichende Kenntnisse über bildgebungsbezogene Nebenwirkungen.
Was wurde untersucht
Forscher befragten 303 französische Ärzte im Jahr 2024, um ihr Wissen über die Verschreibung neuer anti-amyloider Antikörperbehandlungen (Medikamente wie Lecanemab und Donanemab) für Alzheimer zu bewerten, die kürzlich in Europa genehmigt wurden.
Was wurde gefunden
Während die meisten Ärzte die allgemeinen Indikationen verstanden, gaben 19,1 % an, sie würden in Betracht ziehen, diese Medikamente zu verschreiben, ohne zuvor die Alzheimer-Biomarker zu bestätigen – eine Voraussetzung für die sichere Anwendung. Viele Praktiker hatten auch unzureichende spezifische Kenntnisse über ARIA (amyloidbezogene bildgebende Anomalien), eine ernsthafte potenzielle Nebenwirkung. Ärzte, die in spezialisierten tertiären Gedächtniskliniken arbeiten, hatten signifikant besseres Wissen.
Was es für Patienten bedeutet
Diese Lücken deuten darauf hin, dass eine breitere Ausbildung der Ärzte erforderlich ist. Für Patienten und Familien hebt dies den Wert hervor, in spezialisierten Gedächtniszentrums Hilfe zu suchen, wo Ärzte mehr Ausbildung in Bezug auf diese Behandlungen und deren Überwachungsanforderungen haben.
Kontext
Anti-amyloide Antikörper wie Lecanemab sind die ersten krankheitsmodifizierenden Alzheimer-Behandlungen, die in den USA und Europa genehmigt wurden. Sie können den Rückgang bei Patienten im Frühstadium moderat verlangsamen, erfordern jedoch eine Bestätigung der Biomarker und eine Überwachung der Risiken einer Gehirnschwellung.