TIERSTUDIE
Tierstudie
Grundlagenforschung

Gene, die Hörverlust bei Mäusen verursachen, beeinflussen auch die kognitive Funktion

In einer Studie mit Tausenden von Knockout-Mäuselinien fanden die Forscher heraus, dass Gene, die Hörverlust verursachen, signifikant wahrscheinlicher auch Verhaltens- und kognitive Probleme bei den Tieren auslösten.

Was wurde untersucht?

Forscher verwendeten Daten des International Mouse Phenotyping Consortium, um zu untersuchen, ob Gene, die Hörprobleme bei Mäusen verursachen, auch die kognitive und Verhaltensfunktion beeinflussen. Sie analysierten standardisierte Phänotypisierungsdaten von Tausenden von Knockout-Mäuselinien, um Verbindungen zwischen auditiven Dysfunktionen und Verhaltensauffälligkeiten zu suchen.

Was wurde gefunden?

Gene, die abnormale auditive Phänotypen bei Mäusen verursachten, zeigten mit höherer Wahrscheinlichkeit auch Verhaltensauffälligkeiten im Vergleich zu Genen ohne Hörbeteiligung. Höhere Schwellenwerte der auditiven Hirnstammreaktion (die schlechteres Hören anzeigen) korrelierten mit einer größeren Anzahl von Verhaltensproblemen über verschiedene genetische Knockouts hinweg. Während andere Sinne wie das Sehen ebenfalls einige Assoziationen mit dem Verhalten zeigten, war die Verbindung zum Hören stärker.

Was bedeutet das?

Die Ergebnisse bei Mäusen unterstützen die Idee, dass Hörverlust und kognitiver Rückgang gemeinsame biologische Wege teilen könnten, nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Säugetierarten. Es bleibt jedoch unklar, ob die Behandlung von Hörverlust bei Menschen den kognitiven Rückgang verlangsamen würde oder ob beide Symptome aus denselben zugrunde liegenden Alterungsprozessen resultieren.

Einschränkung

Diese Studie wurde vollständig an Mäusen durchgeführt, sodass die Ergebnisse möglicherweise nicht direkt auf die Alzheimer-Krankheit beim Menschen oder altersbedingten Hörverlust übertragbar sind.

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