Das Enzym DAPK1 beschleunigt den Abbau des schützenden Proteins bei Parkinson
Forscher entdeckten, dass das Enzym DAPK1 das schützende Protein Parkin an zwei spezifischen Stellen markiert, was zu seinem vorzeitigen Abbau führt und die Gehirnzellen anfälliger für Schäden macht.
Was wurde untersucht?
Wissenschaftler untersuchten, wie das Enzym DAPK1 Parkin beeinflusst, ein schützendes Protein, das hilft, gesunde Mitochondrien in Gehirnzellen aufrechtzuerhalten. Sie wollten verstehen, ob DAPK1 zum Verlust von dopaminproduzierenden Neuronen beiträgt, der bei Parkinson zu beobachten ist.
Was wurde gefunden?
Das Team fand heraus, dass DAPK1 Phosphatgruppen an Parkin an zwei spezifischen Stellen (Aminosäuren 136 und 198) anfügt. Diese Modifikation bewirkt, dass Parkin zu den Mitochondrien wandert, wo es mit einem anderen Enzym namens MITOL interagiert, das dann Parkin abbaut. Wenn die Parkin-Spiegel sinken, werden Neuronen anfälliger für toxische Substanzen, die die dopaminproduzierenden Zellen schädigen.
Was bedeutet das?
Die Ergebnisse zeigen einen neuen Weg auf, der möglicherweise den Nervenzellschaden bei Parkinson beschleunigt. Das Verständnis dieses Mechanismus könnte den Forschern letztendlich helfen, Behandlungen zu entwickeln, die Parkin vor dem Abbau schützen, obwohl eine klinische Anwendung noch Jahre entfernt ist.
Einschränkung
Diese Forschung wurde in Laborzellkulturen durchgeführt, nicht in lebenden Organismen oder Patienten, sodass ihre Relevanz für die menschliche Parkinson-Krankheit ungewiss bleibt.