Reversible Demenzform wird oft fälschlicherweise als normale Alterung diagnostiziert, so eine Überprüfung
Idiopathische Normaldruckhydrozephalus – eine behandelbare Erkrankung des Gehirns, die Gehschwierigkeiten, Gedächtnisprobleme und Blasenkontrollprobleme verursacht – bleibt trotz ihrer ersten Anerkennung vor fast 70 Jahren weitgehend unterdiagnostiziert, so diese umfassende klinische Überprüfung.
Was ist Normaldruckhydrozephalus?
Idiopathischer Normaldruckhydrozephalus ist gekennzeichnet durch drei Symptome: Gehschwierigkeiten, kognitive Beeinträchtigung und Blasenprobleme. Liquor cerebrospinalis sammelt sich in den Gehirnventrikeln an, obwohl der Druck normal ist. Erstmals 1957 beschrieben, wird er oft übersehen, da die Symptome der typischen Alterung ähneln.
Warum es wichtig ist
Im Gegensatz zu den meisten Demenzen ist iNPH potenziell reversibel. Die Erkrankung betrifft den gestörten Fluss des Liquor cerebrospinalis und die Dysfunktion des Abfallbeseitigungssystems des Gehirns (glymphatisches System). Diese Veränderungen ermöglichen es, dass toxische Metaboliten sich ansammeln und Neuronen schädigen, aber eine Behandlung kann dies bei ansprechenden Patienten umkehren.
Diagnose und Behandlung
MRT-Scans identifizieren charakteristische Muster und schließen andere Ursachen aus. Neuere Techniken wie DTI-ALPS erkennen glymphatische Dysfunktion. Die Behandlung umfasst eine CSF-Umleitung – chirurgische Ableitung von überschüssiger Flüssigkeit. Allerdings kann die Bildgebung allein nicht zuverlässig vorhersagen, wer ansprechen wird, daher helfen zusätzliche Tests, die besten Kandidaten zu identifizieren. Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend.