Anästhetikum schützt Gehirnzellen bei Ratten mit Alzheimer-ähnlichen Schäden
Bei 42 Ratten mit Alzheimer-ähnlichen Gehirnveränderungen reduzierte ein gängiges Anästhetikum namens Dexmedetomidin den Nervenzellschaden im Hippocampus und stellte wichtige energie-regulierende Proteine wieder her.
Was wurde untersucht
Forscher testeten Dexmedetomidin, ein Medikament, das in der Anästhesie und Intensivmedizin verwendet wird, an 42 Ratten mit chemisch induzierten Alzheimer-ähnlichen Schäden. Die Ratten erhielten über 30 Tage unterschiedliche Dosen (25, 50 oder 100 Mikrogramm pro Kilogramm).
Was wurde gefunden
Alle Dosen reduzierten signifikant den Schaden an Neuronen im Hippocampus, dem Gedächtniszentrums des Gehirns, wobei die niedrigste Dosis (25 µg/kg) den stärksten Schutz bot. Das Medikament stellte auch die Werte von AMPK und SIRT1 wieder her, Proteine, die Gehirnzellen helfen, Energie zu verwalten.
Wichtiger Hinweis
Diese Studie wurde an Ratten und nicht an Menschen durchgeführt. Viele vielversprechende Behandlungen in Tiermodellen funktionieren nicht bei Menschen mit Alzheimer. Dexmedetomidin ist bereits für die Anwendung bei Menschen zugelassen, jedoch nur zur Sedierung – nicht zur Behandlung von Demenz.
Was es bedeutet
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Dexmedetomidin Gehirnzellen schützen könnte, indem es Energieverwaltungswege aktiviert. Es sind jedoch klinische Studien am Menschen erforderlich, um zu wissen, ob dies bei Menschen mit Alzheimer geschieht. Patienten sollten nicht nach diesem Medikament außerhalb seiner zugelassenen Anwendungen fragen.