Studie findet, dass Hör- und Sehverlust mit 57% der Demenzfälle assoziiert sind
Eine national repräsentative Umfrage unter 4.623 älteren Amerikanern ergab, dass behandelbare sensorische Beeinträchtigungen – Hörverlust und Sehverlust – mit über der Hälfte der Demenzprävalenz assoziiert waren.
Was wurde untersucht?
Forscher analysierten Daten aus dem Jahr 2022 von einer national repräsentativen Stichprobe von 4.623 Amerikanern im Alter von 65 Jahren und älter, um zu schätzen, welcher Anteil der Demenzfälle auf behandelbare sensorische Probleme wie Hörverlust und Sehverlust zurückzuführen sein könnte.
Was wurde gefunden?
Zwei Drittel der Teilnehmer (66%) hatten mindestens eine sensorische Beeinträchtigung, und 9% hatten Demenz. Die statistische Analyse schätzte, dass 57% der Demenzprävalenz (95% Konfidenzintervall: 8% bis 61%) mit dem Vorhandensein von mindestens einem sensorischen Risikofaktor assoziiert waren. Die Assoziation war bei Personen unter 80 Jahren (59%) stärker als bei Personen ab 80 Jahren (33%) und variierte je nach Rasse und Einkommen.
Was bedeutet das?
Wenn diese Assoziationen Ursache und Wirkung widerspiegeln, könnte die Behandlung von Hör- und Sehproblemen theoretisch die Demenzprävalenz um mehr als die Hälfte reduzieren. Diese Studie kann jedoch keine Kausalität beweisen, und klinische Studien sind erforderlich, um zu bestätigen, ob die Behandlung von sensorischem Verlust tatsächlich Demenz verhindert.
Einschränkung
Diese Querschnittsstudie maß die sensorische Funktion und den Demenzstatus zur gleichen Zeit, sodass sie nicht bestimmen kann, ob sensorischer Verlust zur Demenz beiträgt oder umgekehrt.