LABORSTUDIE
Zellstudie
Grundlagenforschung

Bakterien der Zahnfleischerkrankung liefern DNA an Gehirnzellen und lösen entzündliche Reaktionen aus

Forscher fanden heraus, dass äußere Membranvesikel von Bakterien der Zahnfleischerkrankung DNA in Gehirn-Astrozyten transportieren, wo sie Immunwege aktivieren und die Produktion von IL-6, einem Entzündungsmarker, der mit Alzheimer-Krankheit in Verbindung steht, erhöhen.

Was wurde untersucht?

Forscher untersuchten, wie äußere Membranvesikel (winzige blasenartige Strukturen), die von Porphyromonas gingivalis, einem Bakterium, das Zahnfleischerkrankungen verursacht, freigesetzt werden, Astrozyten beeinflussen – unterstützende Zellen im Gehirn, die eine Rolle bei Entzündungen spielen.

Was wurde gefunden?

Die bakteriellen Vesikel transportierten bakterielle DNA in die Astrozyten durch einen zellulären Aufnahmeprozess, der Endozytose genannt wird. Einmal im Inneren aktivierte die DNA einen Rezeptor namens TLR9, was die Zellen dazu brachte, mehr Interleukin-6 (IL-6) zu produzieren, ein Protein, das Entzündungen fördert und mit dem Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit in Verbindung gebracht wurde.

Was bedeutet das?

Diese Zellkulturstudie zeigt einen potenziellen biologischen Weg auf, der die Parodontalerkrankung mit Gehirnentzündungen verbindet, was zur Alzheimer-Krankheit beitragen könnte. Dieser Mechanismus wurde jedoch nur in isolierten Zellen und nicht in lebenden Organismen oder Patienten nachgewiesen.

Einschränkung

Diese Studie wurde in Zellkulturen durchgeführt, daher bleibt zu bestätigen, ob dieser Mechanismus im menschlichen Gehirn auftritt.

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