Das Reinigungssystem des Gehirns mit Proteinveränderungen während der magnetischen Gehirnstimulation verbunden
Bei 28 Patientinnen und Patienten mit Depressionen oder bipolaren Störungen korrelierten Veränderungen eines gehirnschützenden Proteins während der magnetischen Stimulation mit der Effizienz des Abfallabtransports im Gehirn, jedoch nicht mit einer Verbesserung der Symptome.
Was wurde untersucht
Forscherinnen und Forscher begleiteten 28 Erwachsene mit Depressionen oder bipolaren Störungen durch 12 Sitzungen der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) — einer Behandlung, die magnetische Impulse verwendet, um Gehirnregionen zu stimulieren. Sie maßen die Blutwerte von BDNF (einem Protein, das Gehirnzellen hilft, zu überleben und Verbindungen zu bilden) und verwendeten Gehirnscans, um das glymphatische System, das Abfallabtransportsystem des Gehirns, zu bewerten.
Was wurde gefunden
Die BDNF-Werte im Blut nahmen im Verlauf der Studie zu. Patientinnen und Patienten, deren Gehirne zu Beginn eine effizientere Abfallbeseitigung zeigten, hatten größere BDNF-Zunahmen. Allerdings waren die BDNF-Veränderungen nicht mit Verbesserungen der Depressionswerte oder der meisten kognitiven Maße verbunden. Die Depressionswerte und einige kognitive Fehler nahmen zwar ab, aber da es keine Kontrollgruppe gab, können diese Veränderungen nicht sicher der rTMS zugeschrieben werden.
Wichtige Einschränkungen
Dies war eine explorative Studie ohne Kontrollgruppe — alle Patientinnen und Patienten erhielten rTMS, während sie ihre Medikamente fortsetzten. Mit nur 28 Teilnehmenden und ohne Vergleichsgruppe zeigen die Ergebnisse Assoziationen über die Zeit hinweg, anstatt einen Beweis dafür, dass rTMS die Veränderungen verursacht hat. Die Autoren betonen, dass diese Ergebnisse in kontrollierten Studien repliziert werden müssen.
Was es für Patientinnen und Patienten bedeutet
Das glymphatische System könnte als biologisches Merkmal dienen, das hilft vorherzusagen, wer BDNF-Reaktionen auf die Gehirnstimulation zeigen wird, aber dies übersetzt sich noch nicht in die Vorhersage einer Symptomlinderung. Dies ist eine Forschung zu Biomarkern in der frühen Phase; Patientinnen und Patienten sollten weiterhin den Behandlungsempfehlungen ihrer Psychiaterin oder ihres Psychiaters folgen und nicht erwarten, dass glymphatische Maße die Entscheidungen zur rTMS in der aktuellen Praxis leiten.