TIERSTUDIE
Tierstudie
Grundlagenforschung

Alternde Huftiere entwickeln Tau-Ablagerungen im Gehirn vor Amyloid-Plaques

Wissenschaftler, die 30 Huftiere untersuchten, fanden heraus, dass alle Tiere älter als 9 Jahre Tau-Proteinablagerungen in ihren Gehirnen entwickelt hatten, während Amyloid-Plaques nur bei 2 auftraten, was das übliche Alzheimer-Muster umkehrt.

Was wurde untersucht?

Forscher untersuchten die Gehirne von 30 Huftieren aus 12 Arten, darunter Rinder und Rehe, um zu sehen, ob sie die gleichen Proteinablagerungen — Amyloid-beta-Plaques und Tau-Verwicklungen — entwickeln, die die Alzheimer-Krankheit beim Menschen kennzeichnen.

Was wurde gefunden?

Alle Tiere älter als 9 Jahre (insgesamt 12 Tiere) zeigten phosphorylierte Tau-Ablagerungen in ihren Gehirnen, die bei leicht betroffenen Tieren als fadenartige Strukturen und bei stark betroffenen als Verwicklungen erschienen. Im Gegensatz dazu wurden Amyloid-beta-Plaques nur bei 2 Tieren im Alter von 21 und 22 Jahren gefunden. Die Tau-Ablagerungen waren am schwersten im parahippocampalen Bereich, Hippocampus, den Basalganglien und den äußeren Hirnschichten und bestanden hauptsächlich aus 4-repeat Tau-Protein.

Was bedeutet das?

Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass bei Huftieren die Tau-Pathologie vor den Amyloid-Ablagerungen entwickelt — die umgekehrte Reihenfolge dessen, was typischerweise bei der Alzheimer-Krankheit des Menschen auftritt, bei der Amyloid-Plaques normalerweise zuerst erscheinen. Diese Tiere könnten als ein natürliches Modell dienen, um die Tau-Akkumulation unabhängig von Amyloid zu untersuchen, was potenziell neue Einblicke in die Verbreitung von Tau im Gehirn offenbaren könnte.

Einschränkung

Die Studie untersuchte Tiergehirne nach dem Tod und behandelt nicht, ob diese Tau-Ablagerungen Gedächtnisprobleme verursachen, die denen von Alzheimer-Patienten beim Menschen ähnlich sind.

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