Virtuelles Realität-Laufbandtraining steigerte die Gehirnblutversorgung bei gefährdeten Erwachsenen
In einer 12-wöchigen Studie mit 79 mittelalten Erwachsenen mit einer familiären Vorgeschichte von Alzheimer zeigten diejenigen, die virtuelle Realitätsspiele mit Laufbandgehen kombinierten, eine erhöhte Blutversorgung in den frontalen Gehirnregionen.
Was wurde untersucht
Forscher testeten, ob die Kombination von virtuellen Realitätsspielen mit Laufbandgehen die Gehirngesundheit bei 79 mittelalten Erwachsenen verbessern könnte, die einen Elternteil mit Alzheimer-Krankheit haben. Die Teilnehmer trainierten zweimal wöchentlich über 12 Wochen in 45-minütigen Sitzungen, während die Wissenschaftler die Blutversorgung des Gehirns zu Beginn, nach 3 Monaten und nach 6 Monaten mittels MRT-Scans maßen.
Was wurde gefunden
Die Gruppe, die VR-Spiele beim Gehen nutzte, zeigte nach 3 Monaten eine erhöhte Blutversorgung in den frontalen Teilen des Gehirns – den Regionen, die an Planung, Entscheidungsfindung und Gedächtnis beteiligt sind. Die Vergleichsgruppe ohne Intervention zeigte im gleichen Zeitraum einen Rückgang der Blutversorgung. Allerdings verbesserten sich alle Gruppen, einschließlich derjenigen, die nichts taten, gleichmäßig bei Gedächtnis- und Denktests.
Was es bedeutet
Eine bessere Blutversorgung des Gehirns wird allgemein als positiv angesehen und könnte auf eine verbesserte Gefäßgesundheit hinweisen, aber diese Studie konnte nicht zeigen, dass das VR-Training tatsächlich den kognitiven Rückgang besser verhinderte als nichts zu tun. Die Verbesserungen, die in allen Gruppen – sogar in denen ohne Intervention – beobachtet wurden, deuten darauf hin, dass andere Faktoren, wie wiederholte Tests oder natürliche Variationen, die Ergebnisse beeinflusst haben könnten.
Einschränkungen
Die Studie umfasste nur 79 Personen und dauerte nur 6 Monate – viel zu kurz, um zu wissen, ob die Veränderungen der Blutversorgung Alzheimer-Symptome Jahre oder Jahrzehnte später verhindern würden. Das Fehlen kognitiver Vorteile, die spezifisch für die VR-Trainingsgruppe sind, macht unklar, ob diese Intervention einen echten präventiven Wert bietet.