Präventionsstrategien vor der Demenzdiagnose zeigen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Eine Überprüfung von 17 wirtschaftlichen Studien ergab, dass die meisten Strategien, die sich an Personen vor der Demenzdiagnose richten – insbesondere Programme zur Risikominderung – ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, obwohl die Evidenz aus einkommensschwächeren Ländern begrenzt bleibt.
Was wurde untersucht
Forscher analysierten 17 wirtschaftliche Studien, die untersuchten, ob Strategien zur Prävention oder Verzögerung von Demenz – die vor der Diagnosestellung eingesetzt werden – ihre Kosten wert sind. Dazu gehörten Screening-Programme (29 %), Lebensstil- und Risikominderungsinterventionen (65 %) und andere Ansätze (6 %).
Was wurde gefunden
Die meisten Risikominderungsstrategien erwiesen sich als kosteneffektiv, was bedeutet, dass sie im Verhältnis zu ihren Kosten gute gesundheitliche Vorteile bieten. Die Anzahl solcher Studien hat sich seit 2016 verdreifacht, und die Berichtsqualität lag im Durchschnitt bei 72 % auf einem standardisierten Qualitätsrahmen, mit Verbesserungen nach 2020.
Was es bedeutet
Diese Überprüfung legt nahe, dass Investitionen in Prävention – durch Lebensstiländerungen, Risikofaktormanagement oder frühes Screening – wirtschaftlich sinnvoll sein können. Die Evidenz unterstützt die Zuweisung von Ressourcen zu Risikominderungsprogrammen, bevor Menschen Symptome einer Demenz entwickeln.
Einschränkungen
Alle 17 Studien wurden in einkommensstarken Ländern durchgeführt. Weitere Forschungen sind erforderlich, um zu verstehen, ob diese präventiven Strategien im niedrig- und mittelverdienenden Ländern den gleichen Wert bieten, wo Gesundheitsressourcen und Risikoprofile unterschiedlich sein können.