Neuer Test identifiziert entzündliche Metaboliten im Alzheimer-Modell von Mäusen
Wissenschaftler testeten die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit von Mäusen im Alter von 3 und 12 Monaten und fanden heraus, dass Xanthin, ein Purinmetabolit, in Alzheimer-Modellen ansteigt und Entzündungen auslöst.
Was wurde untersucht?
Forscher entwickelten einen neuen Laborarbeitsablauf namens CM-TRAP, um Metaboliten (kleine Moleküle aus dem Stoffwechsel) in Körperflüssigkeiten zu identifizieren und herauszufinden, mit welchen Proteinen sie interagieren. Sie testeten diese Methode an Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit und Blut von Mäusen mit Alzheimer-ähnlicher Erkrankung in zwei Altersgruppen (3 und 12 Monate alt).
Was wurde gefunden?
Das Team fand frühzeitig Störungen im Purinstoffwechsel und später Veränderungen in den Abbauwegen von Aminosäuren und Zucker. Ein Metabolit, Xanthin (ein Abbauprodukt von Purinen), war in der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit von Alzheimer-Mäusen signifikant erhöht. In isolierten Mikrogliazellen (Hirnimmunkzellen) erhöhte Xanthin die Entzündungsmarker dosisabhängig.
Was bedeutet das?
Dieser Arbeitsablauf könnte Forschern helfen, metabolische Veränderungen zu identifizieren, die zur Alzheimer-Krankheit beitragen, und zu verstehen, wie kleine Moleküle Entzündungen im Gehirn antreiben. Diese Ergebnisse stammen jedoch aus einem Mausmodell und Laborzellkulturen, nicht von Patienten, sodass unklar bleibt, ob Xanthin eine ähnliche Rolle bei der Alzheimer-Krankheit des Menschen spielt.
Einschränkung
Diese Studie verwendete ein Mausmodell der Alzheimer-Krankheit und im Labor gezüchtete Zellen, sodass die Ergebnisse möglicherweise nicht auf menschliche Patienten übertragbar sind.