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Häufige Blutwerte können helfen, das Demenzrisiko Jahre im Voraus vorherzusagen

In einer Analyse von 947.000 Personen aus 23 Studien wurden höhere Verhältnisse von Neutrophilen zu Lymphozyten in routinemäßigen Blutuntersuchungen mit einem um 24 % erhöhten Risiko für die Entwicklung von Demenz in Verbindung gebracht.

Was wurde untersucht

Forscher haben Daten aus 23 Studien mit 947.000 Personen zusammengeführt, um zu testen, ob einfache Blutkörperchenzahlen – insbesondere das Verhältnis von Neutrophilen (einer Art von weißen Blutkörperchen) zu Lymphozyten (einer anderen Immunzelle) – vorhersagen können, wer später Demenz oder eine leichte kognitive Beeinträchtigung entwickeln wird.

Was wurde gefunden

Personen mit höheren Neutrophilen-zu-Lymphozyten-Verhältnissen hatten ein um 24 % erhöhtes Risiko, Demenz zu entwickeln. Ein weiterer Marker, der systemische Entzündungsindex, zeigte ein um 8 % erhöhtes Risiko. Ein dritter Marker (Thrombozyten-zu-Lymphozyten-Verhältnis) zeigte keinen klaren Zusammenhang.

Was das bedeutet

Dies sind routinemäßige Blutwerte, die Ärzte bereits ohne spezielle Tests überprüfen können. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine niedriggradige Entzündung im Körper – sichtbar in Standardblutuntersuchungen – Jahre bevor Symptome auftreten, zum Demenzrisiko beitragen kann. Diese Marker sind jedoch noch nicht für den klinischen Einsatz als Screening-Tools bereit.

Wichtige Einschränkungen

Diese Analyse kombinierte viele verschiedene Studien, und die Blutmarker überschneiden sich mit vielen anderen Gesundheitszuständen (Infektionen, Herzkrankheiten, Krebs). Der Anstieg des Risikos ist moderat, und es ist noch nicht klar, ob die Entzündung Demenz verursacht oder einfach zusammen mit anderen Risikofaktoren auftritt.

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