Hitzeschockprotein bei kognitiv fitten Erwachsenen über 80 erhöht
Unter 144 Erwachsenen im Alter von 80 Jahren und älter mit gesunder Kognition zeigten diejenigen mit überlegener Gedächtnisleistung keinen Unterschied in der Gehirnpathologie, hatten jedoch signifikant höhere Werte eines schützenden Hitzeschockproteins.
Was wurde untersucht?
Forscher untersuchten, was überlegene kognitive Leistung von normalem Altern bei Erwachsenen ab 80 Jahren unterscheidet. Sie verglichen Hirngewebe und Biochemie bei 144 Teilnehmern ohne kognitive Beeinträchtigung, aufgeteilt in überlegene Leistungsträger (mit ≥14 Punkten in einem standardisierten Gedächtnistest) und normale Leistungsträger (Punkte 7-13).
Was wurde gefunden?
Die beiden Gruppen zeigten keinen Unterschied in der Alzheimer-assoziierten Pathologie – weder neuritische Plaques (p=0.44), diffuse Plaques (p=0.27) noch neurofibrilläre Tangles (p=0.28) korrelierten mit der Gedächtnisleistung. Eine biochemische Analyse ergab jedoch signifikant höhere Werte des Hitzeschockproteins HSPB6 in der Gruppe mit überlegener Leistung (p<0.001). Gedächtnispunkte korrelierten nicht mit einem der drei untersuchten Pathologiemessungen.
Was bedeutet das?
Dies deutet darauf hin, dass außergewöhnliches kognitives Altern durch schützende zelluläre Mechanismen wie Hitzeschockproteine angetrieben werden könnte, anstatt einfach weniger Alzheimer-Pathologie zu haben. Die Ergebnisse sind frühzeitig und erfordern eine Replikation, könnten jedoch auf neue therapeutische Ziele zur Erhaltung der kognitiven Funktion im sehr hohen Alter hinweisen.
Einschränkung
Die Studie ist beobachtend und kann nicht beweisen, dass HSPB6 eine bessere kognitive Leistung verursacht – andere nicht gemessene Faktoren könnten sowohl die Proteinsteigerung als auch das überlegene Gedächtnis erklären.