EINZELZENTRUM RETROSPEKTIVE STUDIE
Querschnittsstudie

Mobiles Spezialistenteam reduzierte riskante Medikamente für Demenzpatienten, die zu Hause leben

Die Medikamentenempfehlungen eines spezialisierten mobilen Teams für 246 ältere Demenzpatienten reduzierten potenziell unangemessene Medikamente um 13 %, obwohl die gesamte Medikamentenlast leicht anstieg.

Was wurde untersucht

Forscher analysierten Empfehlungen eines mobilen Teams, das ältere Erwachsene mit Demenz und Verhaltensproblemen zu Hause besucht. Das Team bewertet Medikamente und schlägt Änderungen vor, um schädliche Medikamente zu reduzieren. Die Studie betrachtete 246 Patienten (Durchschnittsalter 84), um zu sehen, was passieren würde, wenn Ärzte die Empfehlungen des Teams vollständig befolgen würden.

Was wurde gefunden

Wenn alle Empfehlungen befolgt würden, würden potenziell unangemessene Medikamente von 0,91 auf 0,79 pro Patient sinken – eine Reduktion um 13 %. Allerdings würde die Gesamtzahl der Medikamente leicht ansteigen (von 6,5 auf 6,9), und der Drug Burden Index (der die sedative und anticholinerge Belastung misst) würde von 0,55 auf 0,74 steigen. Das Team gab 337 Empfehlungen ab, wobei hauptsächlich neue Medikamente hinzugefügt und alte nicht abgesetzt wurden.

Was es für Familien bedeutet

Mobile Spezialistenteams können helfen, riskante Medikamente bei Menschen mit Demenz zu identifizieren, aber ihre Empfehlungen fügen oft Medikamente hinzu, anstatt die Behandlungspläne zu vereinfachen. Dies deutet darauf hin, dass das Management von Verhaltenssymptomen bei Demenz komplex bleibt und eine Reduktion von Medikamenten nicht immer möglich ist, selbst bei fachlicher Überprüfung.

Wichtige Einschränkungen

Diese Studie analysierte nur, was theoretisch passieren könnte – sie verfolgte nicht, ob Ärzte die Empfehlungen tatsächlich befolgten oder ob sich die Symptome der Patienten verbesserten. Sie war auch auf ein Zentrum in Frankreich beschränkt, und die Ergebnisse könnten sich mit anderen Teams oder in anderen Gesundheitsversorgungseinrichtungen unterscheiden.

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